Eigentlich meiden wir die Wochenenden für Wanderungen, da es dann überall sehr voll ist und man weder Parkplatz noch einen Tisch auf der Restaurant-Terrasse bekommt, aber der Wetterbericht sagt nur noch für den Sonntag schönes Wanderwetter voraus, also müssen wir in den sauren Apfel beissen.
Wir nehmen in Godesberg die Fähre und fahren auf der anderen Rheinseite bis nach Rhöndorf, wo wir nach längerer Suche gerade noch den (ohnehin schon etwas abgelegenen) letzten Parkplatz bekommen, obwohl es noch keine 10:00 Uhr ist. Mitten in der bereits sehr belebten Fußgängerzone geht es über eine schmale Gasse zum Fußweg zum Drachenfels, der bald in einen Waldweg übergeht. Hier trifft man dann auch nur noch wenige bis keine Wanderer, die meisten fahren zum Glück lieber zum Drachenfels.

Ein erster Halt bietet sich am Ulanendenkmal an, wo man schon auf den Rhein hinabblicken kann…

…den schöneren Blick hat man aber von einer Aussichtskanzel kurz unter dem Drachenfels…

…von wo man auf die Insel Nonnenwerth…

…und die andere Rheinseite sehen kann.

Da der Eselsweg gesperrt ist, müssen wir die geplante Route kurz verlassen und sehen die Drachenburg deshalb nur von weitem, während davor die Drachenfelsbahn die nächsten Sonntags-Ausflügler hochfährt.

Wir steuern indessen auf schmalen Pfaden, auf denen uns niemand begegnet, in Richtung Ölberg…

…wobei das letzte Stück kurz vor dem Gipfel ziemlich steil und steinig ist.

Oben im Restaurant ist erwartungsgemäß wieder die Hölle los und man bekäme kaum Platz, selbst wenn man das bei dem Betrieb denn wollte.

Wir genießen stattdessen nur kurz die Aussicht…

…und machen uns ziemlich schnell wieder auf den weiteren Weg. Wieder einmal erweist es sich als vorteilhaft, ein GPS Gerät dabeizuhaben, denn der ausgewiesene Weg endet plötzlich und wir müssen ein Stück querfeldein durch diverse Kahlschläge, die wohl dem heißen Sommer und dem Borkenkäfer geschuldet sind.

Bald stoßen wir aber wieder auf ‚unseren‘ Track und es geht weiter über den Breiberg zur Löwenburg Ruine…

…die ebenfalls gut besucht ist, weshalb wir uns auch hier nicht sehr lange aufhalten.

Jetzt sind alle Gipfel bezwungen und es geht langsam an den Abstieg. Ein letzter Blick auf den Drachenfels – diesmal zur Linken und von hinten – ganz rechts ist der Petersberg zu sehen, dazwischen hinter dem Schallenberg ein Stück Rhein mit dem Telekom-Hochhaus.

Ab jetzt geht es stramm bergab, teilweise über schmale Pfade und in Rhöndorf wieder am Auto angekommen, haben wir tatsächlich über 18km auf dem GPS-Gerät.
