Halblech – Allgäu

07.06.2022 – Ankunft

Eine Lange Fahrt – rund 600km – die wir trotz einigen kleinen Staus einigermaßen gut hinter uns gebracht haben. Wenn man die Autobahn dann verlassen hat und sich durch die Landstraßen arbeitet, hört die bekannte Welt auch gleich auf. Überall grüne Wiesen, viieele Hügel und Bauernhöfe, auch einige Seen. Unser Weg führt um die Nordspitze des Forggensees herum und dank Navi finden wir das Bergchalet auch problemlos. Nach einem freundlichen Empfang muß das Gepäck die zahlreichen Stufen hochgekeult werden…

…und danach ist die Energie für heute erstmal aufgebraucht. Bald geht auch schon der erste Tag zu Ende und auf der gegenüberliegenden Bergkette stellt sich das durch den Sonnenuntergang generierte ‚Alpenglühen‘ ein.

Ganz rechts am Bildrand kann man in der Ferne das Märchenschloß Neuschwanstein in der Abendsonne erahnen…

…bei näherer Betrachtung mittels Teleobjektiv sieht man dahinter auch noch Hohenschwangau, ein weiteres Schloß König Ludwigs von Bayern.

08.06.2022 – Partnachklamm

Ein Blick aus unserem Küchenfenster läßt einen schönen Tag vermuten und so fahren wir nach Garmisch-Partenkirchen, wo wir nach einigen Staus an der Olympiaschanze einen Parkplatz finden.

Schon der Weg zum Eingang der Partnachklamm ist schön gelegen und es wird bald unter der Regenbekleidung warm, die für die Klamm-Durchwanderung angeraten wird.

Dann geht es rein…

Erinnert ein bißchen an die Levadas von Madeira, wo man auch durch ähnliche Tunnel geht.

Tatsächlich wird man nicht nur von der Partnach naßgespritzt, die unten mit ziemlichem Getöse durchrauscht…

…auch von oben kommt reichlich Wasser.

Auch wenn es einem länger vorkommt, ist der Weg durch die eigentliche Klamm nur rund 700m lang.

Nach einem anstrengenden Aufstieg hinter dem Ausgang der Klamm erreicht man die erste Almhütte, wo erstmal Grundnahrungsmittel nachgefaßt werden.

Wieder unten, gibts noch einen Spaziergang durch Garmisch…

…dann gehts wieder nach Hause und ein unerwartet sonniger Tag neigt sich dem Ende zu.

09.06.2022 – Füssen

Heute ist Regen angesagt und wir lassen uns mit dem Frühstück Zeit, zumal uns die gestrige Erstwanderung noch in den Knochen steckt. Mit dem Regen ist es auch etwas kälter geworden, dafür gibt es aber in der Stube einen großen Kachelofen, der im Flur von der Rückseite aus mit Holz befeuert wird und sowohl Hüttenfeeling als auch Wohnklima anheizt.

Um die Mittagszeit fahren wir zur einzigen Pizzeria, die sich online in erreichbarer Nähe finden ließ, denn die bayrische Küche ist nach Kaiserschmarrn eher weniger auf Vegetarier eingestellt. Das Ristorante in Rieden direkt am Forggensee war die Fahrt wert und als wir wieder ins Auto steigen, hat auch der Regen aufgehört, weshalb wir noch die wenigen Kilometer bis Füssen weiterfahren.

Die Stadt ist ziemlich touristisch und wirkt selbst jetzt in der Vorsaison stellenweise schon übervölkert, weshalb wir nicht lange bleiben und über Schwangau wieder in unser lauschiges Eschenberg zurückfahren. Dabei kommen wir auch etwas näher an den berühmten Ludwig-Schlössern vorbei.

Morgen soll das Wetter aber wieder schöner werden, dann wird wieder gewandert!

10.06.2022 – Buchenberg

Der Regen ist vorbei – zumindest laut Wettervorhersage – und wir machen uns auf, um eine der Touren zu machen, die noch auf unserer Liste stehen. In Buching – nur wenige Kilometer von unserer Unterkunft entfernt – geht ein Sessellift zur Buchenbergalm hoch, man kann die Strecke aber auch zu Fuß angehen und gegebenenfalls dann nur mit dem Lift wieder runterfahren. Wir starten am Parkplatz an der Talstation,,,

…und gehen bald durch bunte Wiesen, wie man sie kaum noch kennt.

Bald gehen die Wiesen in Wald über, wo der Regen das Wurzelwerk so stark ausgewaschen hat…

…daß es besonders an Hanglagen auf den nassen Wurzeln ziemlich glatt sein kann.

Oben gibts einen Kaffee und einen umfassenden Blick über die Allgäuer Seen.

Da uns zum einen der Betrieb am Sessellift zu viel ist und uns zum anderen der Fußweg ganz gut gefallen hat, entscheiden wir uns nach ausreichender Pause, auch den Rückweg zu Fuß zu machen, diesmal aber über eine andere Strecke, das „Steigle“.

Anfangs noch sehr lauschig, wird der Rückweg allerdings bald auch etwas beschwerlicher…

…deshalb aber nicht weniger schön.

Wieder unten statten wir abschließend noch dem Hopfensee einen kleinen Besuch ab, wo man einen schönen Blick auf die gesamte Bergkette hat. So kann es mit dem Wetter weitergehen.

11.06.2022 – Rund um den Schapfensee

Der neue Morgen lacht mit strahlendem Wetter – da müssen wir raus!

Unser Ziel ist der nahe gelegene Schapfensee, um den ein Wanderweg führt, der dann auch gleich praktischerweise an einer Gaststätte endet. Das Alpenpanorama hinter dem See ist mindestens so schön wie das am Hopfensee, allerdings ist es hier nicht so touristisch überlaufen.

Bevor die Wanderstrecke in Richtung Forggensee abbiegt, durchquert man ein kleines Waldstück…

…das noch ziemlich naturbelassen wurde. Neben dekorativem Ackerschachtelhalm…

…gibt es verwaiste Brennholzstapel, auf denen sich inzwischen neue Bäume ansiedeln.

Bald tritt man aus dem Wald heraus und nähert sich dem durch den Lech gespeisten Forggensee…

…ebenfalls vor prächtigem Alpenpanorama.

Weiter geht es durch saftige Blumenwiesen, in denen sich zahlreiche Schmetterlinge tummeln…

…bis wir wieder am Ausgangspunkt sind, wo das Mittagessen wartet.

12.06.2022 – Kenzenhütte

Laut Wettervorhersage soll heute der schönste Tag der Woche sein und wir machen uns schon gegen halb acht auf, um zur Kenzenhütte zu wandern. Vom Parkplatz aus geht es einige Zeit auf der Straße am Halblech vorbei, über den auch der Kleinbus fährt, mit dem man die Hütte in weniger als einer Stunde erreichen kann.

Nach einigen Kilometern geht das Gelände in Weideland über…

…und macht den Blick auf die Berge frei wie hier auf den Geiselstein, der auch als das Matterhorn des Allgäu gilt.

Das letzte Viertel des Weges geht oberhalb des Flusses durch ein Waldstück, wo der Weg nicht wirklich befestigt ist.

Dann erreichen wir nach ca,12km die Kenzenhütte, wo – bedingt durch Sonntag und Kaiserwetter – schon kaum noch Platz zu bekommen ist.

Nach einer Stärkung machen wir uns wieder auf und gehen noch ein kleines Stück weiter zum Wasserfall, von wo wir uns dann wieder auf den dreistündigen Rückweg machen.

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3 Antworten zu Halblech – Allgäu

  1. Bibi sagt:

    ja, die Partnachklamm ist sehenswert. ich habe sie auch schon im Winter besucht, was mystisch war.
    tolle Unterkunft. ich drück´die Daumen, dass das Wetter hält.
    dd

  2. Bibi sagt:

    ich finde so eine *blumige Wiesenlandschaft* sieht immer so friedlich aus. War aber nicht gerade ungefährlich der Auf- und Abstieg! Letzeres Bild Überschrift:
    Mann am See mit tollem Hintergrund.
    dd

  3. Bibi sagt:

    Die saftigen Wiesen und das Alpenpanorama hat mich auch immer begeistert.
    gut ausgesucht die Wanderung und keine Menschenseele unterwegs.
    Drück´ die Daumen, dass es heute ein ganz besonders toller Tag wird!! HBD !!
    dd

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