Schonach – Schwarzwald 14. – 26.09.2025

14.09.2025
Wir starten am Sonntag kurz nach 10 Uhr und kommen fast ohne Stau inclusive zweier Pausen durch, so daß wir am frühen Nachmittag in Schonach sind. Die Anlage (die wir hauptsächlich wegen des zugehörigen Schwimmbades gebucht haben) liegt gleich am Ortseingang und das Appartement findet sich auch auf Anhieb. Zwar ist der erste Eindruck, daß alles schon etwas in die Jahre gekommen ist, der Blick über die Dächer ins Tal ist aber ganz nett und unsere von zu Hause mitgenommene Chili-Pflanze scheint sich auf dem Balkon auch ganz wohl zu fühlen.

15.09.2025
Heute soll es ab Nachmittag regnen, weshalb wir gegen 10:00 zur ersten Wanderung aufbrechen. Der Rundweg ist mit etwas mehr als 12km angegeben und durchquert zunächst Schonach und taucht dann in den Wald ein.

Es ist fast Herbst und da es genug geregnet hat, gibt es viele Pilze. Handteller-große oder auch kleinere wie den Ziegenbart oder den Fliegenpilz.

Da wir auf dem Rückweg in der Hoffnung auf einen Kaffee noch einmal vergeblich durchs Dorf gehen, sind wir erst nach ca. 15 km wieder an der Wohnung. Das Wetter hat gehalten, gerade fängt es aber an zu regnen.
Also ab ins Schwimmbad… da muß man die Dusche nämlich hinterher nicht sauber machen…

16.09.2025
In der Nacht hat es sich ordentlich ausgeregnet aber am Morgen traut sich stellenweise sogar die Sonne heraus. Da uns die gestrige Wanderung noch in den Knochen steckt und die Betten nicht gerade für einen erholsamen Schlaf taugen, wollen wir heute nur nach Furtwangen ins Uhrenmuseum und auf dem Rückweg mal bei der Donauquelle vorbeischauen.
Die Sache mit dem Uhrenmuseum hat sich dann allerdings relativ schnell erledigt…

…weshalb wir gleich in Richtung der nahe gelegenen Martinskapelle zur Donauquelle fahren, die recht idyllisch bei einem (leider geschlossenen) Landgasthof liegt.

Hier gibt es einen Wanderparkplatz, von dem aus ein kleiner Rundweg zu einem Aussichtsturm geht. Aufgrund der üppigen Regenfälle der letzten Tage gibt es auch hier jede Menge Pilze, teilweise direkt am Weg.

Die Sonne erzeugt im stark bemoosten Wald tolle Lichteffekte…

…und wir erreichen sehr bald den Aussichtsturm am nächsten (ebenfalls geschlossenen) Gasthof…

…von dessen erster Plattform man einen guten Rundblick über den Schwarzwald hat.

Hier hat man den rund 5km kurzen Rundweg zur Hälfte hinter sich gebracht, die andere Hälfte ist dann auch schnell geschafft und man ist wieder an der Martinskapelle, wo man zur Donauquelle hinabsteigen kann. Dort sitzt der alte Danuvius auf der Quelle des Breg-Baches, (der als Ursprung des späteren Donaustroms gilt) und steht geduldig für ein Gruppenfoto bereit.

17.09.2025
Der Sommer kommt zurück, morgens ist es allerdings noch ziemlich schattig und wir starten nach dem Frühstück in Richtung Schaffhausen/Schweiz. Da es in den vergangenen Wochen hier im Süden ziemlich viel geregnet hat, sollte das Wasser aus den Bergen dem Rheinfall eine respektable Strömung garantieren.
Da wir für den Kurzbesuch in der Schweiz keine Vignette kaufen wollen, gestaltet sich der Hinweg „über die Dörfer“ etwas schwieriger. Gegen 11:00h sind wir dann aber vor Ort und pünktlich kommt auch die Sonne raus.

Wie erwartet (oder zumindest gehofft) ist der Rhein gut gefüllt und es bietet sich an, einmal rundherum zu gehen.

Die Bootsfahrt sparen wir uns wegen der Warteschlange und nach rund zwei Stunden treten wir wieder die Heimfahrt an. Abendessen gibts in Triberg, morgen soll es noch wärmer werden.

18.09.2025
Auch wenn wir es kaum glauben können: die Wettervorhersage hatte recht und es deutet alles darauf hin, daß es ein sehr sonniger Tag werden wird. Eine kurze vor Ort Überprüfung…

…führt dann auch zu der Entscheidung, daß wir ein bißchen in der unmittelbaren Umgebung spazieren gehen. Oberhalb von Schonach gibt es zahlreiche Wanderwege und die Landschaft im Sonnenschein weckt Erinnerungen an die Modelleisenbahn, deren Züge und Häuser hier ganz in der Nähe hergestellt wurden.

Daß es hier zumindest zur Zeit noch keinen Wassermangel gibt sieht man zum einen an den recht gesund erscheinenden Bäumen, in denen der Borkenkäfer keine Chance hat, zum anderen an den vielen Quellen, die es mitten am Wanderweg gibt.

Auch hier hat dieser Wasserreichtum zur Folge, daß Pilze in üppigster Form auftreten, wie diese rund 20cm hohen Schopftintlinge.

Nach unserer kleinen Runde machen wir noch einen kurzen Einkaufs-Stop im Dorf und gönnen uns dann (zum ersten Mal) auf der Terrasse ein Abendessen.

20-09-2025
Der möglicherweise letzte warme Spätsommertag steht bevor und wir haben uns eine Wanderung am Rohrhardsberg vorgenommen. Kurz vor 10 sind wir am Wanderparkplatz und da es Samstag ist, trudeln langsam die Wochenendausflügler ein. Der Wanderweg beginnt recht steil entlang einer hölzernen Wasserrinne…

…und geht in ein Wurzelgewirr der hohen Fichten über.

Blauer Himmel, grüne Wiese, was will man mehr?

Wieder im Wald treffen wir ein paar Fliegenpilze an.

(nicht nur) ein Männlein steht im Walde…

Zwischendurch gibt es immer mal tolle Ausblicke auf die Region bis hin zu den Vogesen.

nach rund zwei Stunden haben wir den Berggasthof erreicht…

…und es gibt eine zünftige Brotzeit!

Frisch gestärkt geht es danach auf den Rückweg.

Ganz oben sieht man das „Schänzle“ noch…

…aber bald tauchen wir wieder in den Wald ein, in dem es auch hier nicht an Wasser zu mangeln scheint.

Stellenweise müssen wir uns den Weg sogar mit dem Bach teilen aber nach 4 Stunden sind wir doch wieder am Parkplatz. Schön war’s!

21.09.2025
Laut Wetterbericht soll heute der letzte regenfreie Tag sein, weshalb wir eine letzte Wanderung planen, die im benachbarte Schönwald beginnt. Der Ort ist unspektakulär, dafür aber auch nicht so touristisch überlaufen wie Triberg, obwohl in Schönwald angeblich die Kuckucksuhr erfunden wurde. Hat man eine kleine Parkanlage durchquert, kommt man auf einen Schotterweg, der irgendwann aber durch einen Wald führt.

Ziel der Wanderung ist die Hubertus-Kapelle, die wir nach etwa halber Strecke erreichen und die von der Seite noch ganz passabel aussieht…

…eingangsseitig allerdings etwas windschief wirkt.

Auch das Innere der Kapelle ist sehr schlicht gehalten…

…und so machen wir uns auch nach einer Vesperpause auf die zweite Weghälfte, die den Kreis zum Ausgangspunkt schließt. Unterwegs gibt es ein paar charakteristische Fernblicke…

…und nach einem kurzen Stück Moorheide sind wir dann ach bald wieder in Schönwald… das Wetter hat gehalten!

Die Vorhersage hatte recht und in der Nacht beginnt es heftig zu regnen, so daß wir am Folgetag abreisen werden, denn zu Hause ist das Wetter derzeit (noch) besser!

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Castellabate – Cilento – Süditalien 11. – 23.03.2025

08.03.2025

Eigentlich sollte der Flug am Montag, dem 10.3. gehen, dafür war auch alles vorbereitet:
Hotelübernachtung in Frankfurt mit 14-Tage Parkplatz in der Tiefgarage, Der Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Neapel, der Mietwagen – abzuholen am Flughafen und letzten Endes das Ferienhaus am Zielort. Aber dann kam es anders.
Pünktlich zum Wochenende meldet die Gewerkschaft ver.di eine Blockade 11 großer Flughäfen in Deutschland für Montag an, darunter auch Frankfurt. Eine Stunde später mailt Lufthansa lapidar, daß der Flug storniert ist, man aber umbuchen, oder sich die Kosten rückerstatten lassen kann.
Der Versuch, den Flug umzubuchen, nimmt fast den ganzen Abend in Anspruch, logischerweise sind da ja auch schon andere Betroffene drauf gekommen. Als die Verschiebung auf den Dienstag dann endlich geklappt hat, muß noch das Hotel storniert und neu gebucht werden (Umbuchung nicht möglich), der erste Miettag im Ferienhaus ist auf aber jeden Fall verloren. Mietwagen abbestellen und neu buchen geht auch erst am nächsten Tag, ein Glück, daß es alles überhaupt ging. Klar, daß Hotel und Mietwagen zwei Tage vorher teurer sind als drei Monate vorher, der Flug hatte sich auch nur umbuchen lassen, weil wir den teureren ‚Flex‘-Tarif genommen hatten. Wenn es dann jetzt wenigstens mit einem Tag Verzögerung klappt, ist alles okay, immerhin hat der Vorsitzende der Gewerkschaft ja sein Bedauern für die über 500.000 Betroffenen ausgedrückt, das sollte es einem dann ja auch wert sein.

10.03.2025

Hotel in Frankfurt ist ok, Auto steht im benachbarten Parkhaus. Shuttle zum Flughafen schon morgens (11.03) um 07:30, da man 2,5 Std vorher da sein soll und wir das mit dem nächsten Shuttle nicht mehr geschafft hätten. Da wir schon zu Hause online eingecheckt hatten, wurden nur noch die Koffer im Automat ‚gedropped‘ und wir hatten Zeit, um uns durch fast alle Business Lounges zu futtern, in FRA gibts da einige. Pünktlich im Flieger teilt der Pilot mit, daß in Neapel das Radar-System ausgefallen ist und deshalb (der komplett ausgebuchte) Flieger eine halbe Stunde am Boden bleiben muß. Mit dieser Verspätung ging es dann endlich los, am Flughafen Neapel dann der nächste Gag: der Shuttle für den Autovermieter war nicht zu finden. Nach etlichen Telefonaten und vielen Fußmärschen mit dem gesamten Gepäck dann endlich gegen 16:00h im Auto auf dem Weg nach Süden. Nach etwa 2 Stunden dann am Treffpunkt und mit Einbruch der Dunkelheit dann im Haus, das ziemlich oben am Berg liegt. Den vielen Lichtern nach zu urteilen, wird es einen traumhaften Blick haben, können wir aber erst morgen bei Tageslicht überprüfen. What a day!

12.03.2025

Das Schlafzimmer ist im Untergeschoss, der Heizkörper an der Wand ist einigermaßen überfordert. Trotzdem schlafen wir irgendwann ein, war ein langer Tag gestern! Der Morgen ist entgegen der Vorhersage trocken, aber dunstig. In der Miniküche wird erstmal ein erstes Frühstück gezaubert…

…dann geht es die ‚romantische‘ Treppe hinauf zum Auto…

…und dann erstmal runter nach Santa Maria für den ersten Einkauf. Hier machen wir einen kleinen Abstecher an den Strand, der im Sommer schwarz vor Leuten ist, jetzt aber recht verlassen wirkt.

Nach dem Besuch diverser Supermärkte (deren Angebot relativ überschaubar ist) und letztlich erfolgreichem Einkauf geht es dann nach ein paar Schlenkern wieder nach Hause und nach einem kleinen Aperitiv auf der Terrasse gibt’s ein leckeres Abendessen zu Hause.

13.03.2025

Erstaunlicherweise schlafen wir hier trotz Kälte und Kellergeruch ganz gut, der Blick auf den Zitronenbaum im Garten vor unserem Fenster und die Vogelstimmen am Morgen heben die Laune schon vor dem Frühstück.

Angeblich soll es heute überwiegend regnen, also eher weniger Wanderwetter. Stattdessen fahren wir Richtung Salerno, wo es das ‚Cilento Outlet Center‘ gibt, eine künstliche kleine Stadt zum shoppen. Nach eher magerem Einkaufserfolg ist dann aber noch genug Tag übrig, um noch etwas mehr zu unternehmen. Da wir eh schon die halbe Strecke hinter uns haben, peilen wir mal die Amalfiküste an und tippen ‚Ravello‘ ins Navi. Es zieht sich… man fährt über etliche Serpentinen über den Berg und sieht das (ziemlich dicht besiedelte) Gebiet dann irgendwann unter sich. In Ravello angekommen, fängt es tatsächlich an, in Intervallen zu regnen. In den Pausen klettern wir dann hoch, sind aber doch einigermaßen enttäuscht, trotz Vorsaison viele Touristen und ziemlich heruntergekommene Architektur. Eine alte Kirche…

…ein paar nette Winkel, aber nichts, was es nicht in anderen italienischen Städten (Cinque Terre, Toscana etc) mindestens genauso gäbe. Auffällig sind die vielen Zitronen- und Apfelsinenbäume, deren Früchte aber anscheinend niemand haben will, sie liegen überall auf dem Boden und auf den Straßen.

Für den Rückweg nehmen wir die Küstenstraße ‚Amalfitana‘ und halten noch einmal in Maiori, wo es noch am sonnigsten ist.

Hier gibt es dann wenigstens einen schönen Eisbecher, dann geht es nach Hause, was sich wegen des einsetzenden Feierabendverkehrs und diverser Umleitungen aber bis in die Dunkelheit hinzieht. Ohne Navi wäre man hier ziemlich aufgeschmissen…

14.03.2025

Es hat aufgehört zu regnen und es ist schon morgens warm – fast 20°, weshalb wir eine erste Wanderung planen, allerdings ohne GPS Unterstützung, denn ich habe das falsche Datenkabel mitgenommen und kann die Route nicht aufs Gerät laden.
Wir parken oberhalb von San Marco, von wo man den vielleicht schönsten Blick auf Castellabate hat…

…und gehen entlang der Küste, wo die Befestigung der Wege stellenweise ebenso marode ist wie die meisten Häuser hier.

Nach rund 5 km erreichen wir den Leuchtturm an der Punta Licosa auf seiner kleinen Insel, von wo es auf den alternativen Rückweg gehen soll.

Leider stimmt die im Wanderführer beschriebene Route nicht (mehr) mit den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort überein und ohne GPS-Route ist eine Querfeldein-Route auch nicht zu finden, da inzwischen viele Grundstücke privatisiert sind. So kehren wir auf der gleichen Route wieder zurück (und kaufen am Abend ein passendes Datenkabel). Zumindest erwartet uns bei unserer Rückkehr ein kleiner Glücksbringer im Haus… der sich dann aber auch schnell wieder versteckt.

15.03.2025

Zur Zeit bewegt sich in Italien wieder die Erde, ein möglicher größerer Ausbruch der campi flegrei bei Neapel in näherer Zeit wird ja schon seit langem prognostiziert. Westlich von Neapel war es jetzt über 4, was schon ganz ordentlich ist und wieder einigen Schaden angerichtet hat. Bleibt zu hoffen, daß der Flughafen wenigstens bis Sonntag durchhält…
Wir sitzen etwa da, wo der Pfeil unten im Bild ist, bis jetzt hält hier noch alles, anderenfalls wäre das in dieser Hanglage auch unangenehm.

Da das Wetter heute zwar warm, aber sehr bedeckt ist und vom Meer her Nebel aufzieht, gehen wir zu Fuß zum alten Kastell hoch und erkunden die vielen engen Gassen, die für italienische Bergdörfer typisch sind.

Hier bekommen wir auch einen Kaffee und ein Stück Pizza, so daß es am Abend dann auch ein Salat ‚zu Hause‘ tut.

16.03.2025

Für heute steht eine Wanderung zum Gole del Calore auf dem Zettel, einem Flüßchen, das sich – vom Monte Cervati kommend – ein teilweise spektakuläres Flußbett gegraben hat. Los gehts in Felitto, wohin wir erstmal über eine Stunde mit dem Auto fahren müssen. Wir bekommen problemlos einen der drei vorhandenen Parkplätze… wie sich noch herausstellen wird, sind wir heute die einzigen Wanderer auf dieser Route, was wohl an der Jahreszeit liegt. Der Einstieg ist unterhalb von Fellito, oben sieht man noch die letzten Häuser über die Felswand ragen.

Auch hier gab es in den letzten Tagen Erdstöße und es ist einiges an Steinschlag heruntergekommen, was immernoch auf dem Weg liegt. Auch heute gab es in Gesamt-Italien 78 Erdbeben (leichterer Art).

Hier ist es – wohl auch durch den Fluß – immer ziemlich feucht, weshalb die Mauern zum Teil so stark bemoost sind, daß es einer Hecke gleichkommt.

An einigen Stellen sieht man die Häuser der todesmutigen Dorfbewohner an der Klippe…

…mag eine ruhige Wohnlage sein, aber sicher nicht für jeden!

Der Weg wird schwieriger…

…und bald haben wir eine Brücke erreicht, von der man auf den Calore schauen kann.

Obwohl die Strecke nur etwa 7 km lang ist, geht sie in die Beine und wir sind froh, auf dem Rückweg ein Lokal zu finden, wo man einkehren kann. In der späten Nachmittagssonne auf der Heimfahrt kommen die typischen Bergdörfer besonders gut zur Geltung.

18.03.2025

Nachdem wir gestern einen Erholungstag eingelegt haben, bei dem wir uns nur etwas die Gegend angesehen haben, machen wir heute eine Rundwanderung an der Küste zur Punta Tresino, die am nördlichsten Ende von Santa Maria losgeht. Am Startpunkt blickt man auf den Strand und sieht im Hintergrund den Berg, der bis hinauf zum Kastell mit Wohnhäusern bebaut ist.

Überall am Weg findet man den Affodill, der uns auch schon auf La Palma begegnet ist.

Auf halber Höhe kann man unseren Hügel mit dem Kastell oben rechts noch einmal besser sehen.

Es geht vorbei an verfallenen Häusern und einer Klosterruine…

…und überall sonnt sich auf den Felsen die grüne Cilento-Eidechse.

Nach fast zwei Stunden haben wir den nördlichsten Teil der rund 15 km langen Wanderung erreicht und schauen auf den Golf von Salerno mit der Amalfiküste.

Der Rückweg ist einigermaßen beschwerlich, da es teilweise steil querfeldein geht, aber nach etwas mehr als drei Stunden sind wir wieder am Ausgangspunkt. Wir fahren auf dem Rückweg nochmal nach Castellabate hoch…

…wo wir einen Kaffeestop einlegen und sind am späten Nachmittag wieder am Haus, als die Abendsonne den ganzen Hügel in rotes Licht taucht…

…und kurz darauf die berühmte rote Sonne bei Capri im Meer versinkt (rechts neben der Sihouette von Capri kann man schemenhaft Ischia erkennen).

20.03.2025

Für heute ist die wahrscheinlich letzte größere Wanderung geplant, wir wollen auf den höchsten Berg des Cilento, den Monte della Stella. Schon die Anfahrt zu dem Bergdorf San Mauro geht abenteuerlich über schmale, marode Straßen und wir sind froh, ohne Gegenverkehr im Dorf anzukommen, wo wir gegenüber dem Rathaus parken. Von hier geht es los!

Es geht zunächst moderat los, der Weg ist teilweise befestigt…

…aber bald wird das Gelände schwieriger.

Hier oben blüht gerade die Baumheide, die wir schon von La Palma kennen…

…und überall sind die (etwa Gänseblümchen-großen) Scheinkrokusse zu sehen.

Etwa auf halber Höhe kann man Castellabate in der Ferne sehen…

…das dort in der Sonne über dem Meer thront.

Nach rund zwei Stunden können wir die Antennenanlage sehen, die den Gipfel des Monte della Stella markiert und kämpfen uns die letzten Meter hoch.

Oben gibt es einen befestigten Rundweg…

…der aber auch schon bessere Tage gesehen hat, wie vieles hier.

Wäre es über dem Meer nicht so dunstig, könnte man bestimmt bis Sizilien schauen.

Nach einer kurzen Pause geht es dann wieder an den Abstieg durch teilweise recht unterhaltsames Gelände.

Obwohl es nur rund 9 km waren, ging die Tour ziemlich in die Beine und wir sind froh, als wir den Abstieg geschafft haben.

22.03.2025

Nachdem wir den Urlaub gestern abend noch im Riberó in Santa Maria bei einer Pizza haben ausklingen lassen, ist heute unser letzter Tag im Cilento. Hier ist der Frühling inzwischen angekommen und im Garten blüht alles um die Wette. Ein letztes Mal gehen wir die Straße hinauf zum Kastell und durch die verwinkelten Gassen des wohl schönsten Städtchens in dieser Ecke…

…bis wir auf dem Rückweg an dem Café halt machen, wo wir in den letzten Tagen öfter mal einen Espresso getrunken haben, den es hier natürlich in den typischen dickwandigen Tassen gibt (und bei Bedarf auch mit einer Sfogliatelle, einem Neapolitanischen Blätterteig-Teilchen mit Ricottafüllung).

Ein letzter Blick auf Santa Maria, morgen geht es dann zurück (zum Glück morgen am Sonntag, denn am Montag werden zur Abwechslung mal die italienischen Flughäfen bestreikt). Irgendwie können die heutigen Randbedingungen einem die Lust am Verreisen vermiesen…

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„Grüne Hölle“ Bollendorf

Unmittelbar an die „Luxemburgische Schweiz“ angrenzend, aber auf der deutschen Seite, befindet sich das kleine Bollendorf, wo wir heute auf dem Weg nach Trier Station machen, um eine kleine Wanderung durch die „grüne Hölle“ zu machen. Der Weg beginnt unspektakulär, doch schon bald sind die ersten Vorläufer der hier anzutreffenden Felsformationen zu sehen…

Die aufeinandergeschichteten Buntsandsteinlagen haben – ähnlich wie im luxemburgischen Müllerthal – bizarre Felsen hinterlassen…

…durch die ein überraschend wenig begangener Wanderweg führt. Hier erreicht man bereits die ersten Durchgänge, die mit ihrem Moosbesatz wohl für die Namensgebung…

…“Grüne Hölle“ mit verantwortlich waren. Gelegentlich wird es etwas enger (und steiler)…

…was die Menge der Mitwanderer auch weiter ausdünnt.

Schnell vorbei, bevor er umkippt…

…ich halte den so lange!

Und dann wird’s richtig grün!

Der Glücksklee hat gewirkt: sehr schöne 8km!

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Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

19.6.2023 – Baden-Baden

Bei unserem letzten Besuch in Baden-Baden vor 4 Jahren waren wir einen Monat früher und die Rosen in den Gönneranlagen waren noch im Knospenstadium. Um sie auch mal in der Blüte zu sehen, fahren wir heute die rund 60km über die A5 in meine Geburtsstadt, was in etwas mehr als einer Stunde erledigt ist. Auch heute sind es gut 30° und die Oos führt relativ wenig Wasser.

Wahrscheinlich weil überall intensiv bewässert wird, gibt es trotz Hitze noch einiges an Blüten, auch wenn der Höhepunkt schon überschritten scheint.

Der alte kalifornische Redwood ist die Hitze vermutlich gewöhnt.

Gegen Mittag fahren wir mit der leider erst vor kurzem modernisierten Bergbahn zum Merkur hoch…

…von dessen Turm man über die Stadt auf den gegenüber liegenden Fremersberg und den Battert schauen kann.

Den Rückweg nehmen wir am Nachmittag über die Schwarzwaldhochstrasse, wo wir einen Stop am „Lotharpfad“ einlegen, einem Lehrpfad, der die Regeneration des Waldes am Beispiel des durch den Orkan „Lothar“ im Jahr 1999 geschädigten Waldes zum Thema hat.

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Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

18.6.2023 – Himmelssteig

Obwohl für heute hier im Süden über 30° gemeldet sind, wollen wir die letzte Wanderung, die wir uns hier vorgenommen hatten, noch absolvieren, denn in den nächsten Tagen sind größere Unwetter vorausgesagt. Der Himmelssteig beginnt beim Freibad des Ortes, das leider zur Zeit wegen technischer Probleme geschlossen hat.

Wir schrauben uns langsam höher und können bald das Schwimmbad unter uns sehen.

Zum Glück führt der Weg bald durch den Wald, denn die Hitze ist jetzt schon unerträglich.

Leider stimmt diesmal die ausgeschilderte Route nicht mit dem GPS-Track überein, den ich auf den Garmin geladen habe und wir müssen uns weitgehend an der Beschilderung orientieren. Offenbar hat man diesen Wanderweg in mehreren Bereichen umgebaut, die erste Getränkebar finden wir aber trotzdem und legen die erste Rast ein.

Weiter geht der Weg, immer wieder kreuzen kleine Wasserrinnen die Strecke.

Der nächste Rastplatz eignet sich besonders, falls man mal was auf die lange Bank schieben will (22,5m)…

Wenig später sind wir am Holchenwasserfall, wo sich erstaunlicherweise auch noch ein paar andere Wanderer eingefunden haben, weshalb wir uns auch nicht lange aufhalten.

Jetzt geht es den letzten steilen Anstieg durch den Wald hoch zum Himmelsfelsen, der mit seinen Fingerhutfeldern den höchsten Punkt der Wanderung darstellt.

Ab hier geht es kontinuierlich wieder bergab und nach rund 4 Stunden nähern wir uns wieder dem Ausgangspunkt.

Die Wanderung war ok – das Highlight war wohl die erste Getränkebar – aber abgesehen von der Hitze blieb der Eindruck hinter den Erwartungen zurück, was wohl hauptsächlich der Tatsache zu verdanken ist, daß der Weg inzwischen total umgebaut wurde. Der Wiesensteig z.B. war deutlich beeindruckender.

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Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

17.6.2023 – Allerheiligen-Wasserfälle

Wir fahren nach Oppenau, weil es dort ein bekanntes Fachgeschäft für Wanderschuhe gibt und dabei ergibt es sich hinterher, daß wir den ganz in der Nähe gelegenen Allerheiligen-Wasserfällen einen Besuch abstatten.

Am Parkplatz sind wir zwar nicht die ersten, aber noch ist alles überschaubar und so begeben wir uns auf den kleinen, etwa 3,5km langen Rundweg, der entlang des in sieben übereinander gestaffelten Kaskaden herabstürzenden Baches verläuft.

Ein großer Teil der Strecke entlang der Fälle ist mit Treppen realisiert, die irgendwann ganz schön in die Beine gehen können.

Insgesamt finden wir die Wasserfälle zwar ganz nett, angesichts der Promotion-Superlative hatten wir allerdings noch Spektakuläreres erwartet. Kann aber auch daran liegen, daß man einfach schon zu viel gesehen hat und insofern automatisch vergleicht…

Oben, am Ende des Hinwegs der Runde, findet sich die Klosterruine Allerheiligen, nebst einigen Kiosken und einer Gaststätte.

Nach einer Kaffeepause machen wir uns auf den Rückweg, der teilweise über einen Felsenpfad verläuft…

…auf dem man auch einige Aussichtspunkte eingerichtet hat.

Auch hier gibt es wieder Stufen…

…von ganz oben kann man jetzt sehen, daß sich der Parkplatz mittlerweile gefüllt hat, wir waren wohl gerade noch zur richtigen Zeit vor Ort.

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Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

16.6.2023 – Wiesensteig

4 größere Wanderungen haben wir uns hier vorgenommen, der Wiesensteig, den wir heute gehen werden, ist davon mit 14km der längste. Um an den Startpunkt zu gelangen, müssen wir ins Nachbardorf Bad Griesbach und dort einige Kilometer in die „wilde Rench“ fahren, bis wir an den Wanderparkplatz kommen. Man taucht sofort in die Natur ein und überquert den Bach (Rench) mehrmals,

Überall steht am Wegrand der ebenso schöne wie giftige Fingerhut…

…der sich auch vor der gesamten Schwarzwaldkulisse gut macht.

Die Bäume sind hier so unglaublich hoch, daß man sich ziemlich klein vorkommt.

Nach einigen Kilometern erreichen wir die Renchtalhütte, wo wir schon vor Tagen eingekehrt waren, die wir aber diesmal links liegen lassen, denn wir haben noch rund 10km vor uns und mit vollem Bauch ist das eher suboptimal…

Bald verläßt man den Wald und es geht über Wiesengelände. Wird auch Zeit, schließlich sind wir auf dem Wiesensteig…

Auch hier gibt es nette Rastmöglichkeiten, oft mit kunstvollen Schnitzereien, sehr oft auch mit der uns inzwischen schon vertrauten Getränkebar.

Das Gelände wechselt mehrmals zwischen Wald, Wiese und Bachnähe, hier und da gibt es auch wieder einen Wurzelweg…

Gegen Ende wird es noch einmal sehr steil und man merkt langsam die Kilometer…

…bis wir uns irgendwann wieder dem Bachbett der Rench nähern, das uns zum Ausgangspunkt zurückführt. Eine ausgesprochen abwechslungsreiche, wenn auch nicht ganz unanstrengende Wanderung!

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Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

15.6.2023 – Freudenstadt – Mummelsee

Heute ist Erholungstag und wir fahren nach Freudenstadt, wo es den größten umbauten Marktplatz Deutschlands gibt.

Auf einem der vier Teile kann man ein Wasserspiel bewundern, was bei der momentanen Dürre und Wasserknappheit schon einigermaßen erstaunlich ist.

Obwohl ein Mammutbaum ausreichend Schatten spendet…

…fahren wir nach einem Kaffee weiter nach Ruhestein, um dem dortigen Nationalparkzentrum einen kurzen Besuch abzustatten. Bis auf den Aussichtsturm, von dem aus man den Wald überblicken kann…

…sind wir aber nur mäßig beeindruckt, das ganze ist mehr auf Schulklassen ausgelegt, für die „Wald“ noch eher ein Fremdwort ist.

Für den Rückweg machen wir noch einen Abstecher zum Mummelsee kurz vor Baden Baden, den ich noch als Kind ziemlich einsam und ruhig in Erinnerung hatte. Zwar ist der See an sich noch vorhanden…

…rundherum hat sich allerdings eine ziemlich abtörnende Touri-Meile etabliert, weshalb wir auch bald wieder in unser verschlafenes Dörfchen zurückfahren.

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Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

14.6.2023 – Schwarzwaldsteig

Unsere Lieblings-Wanderstrecken sind oft diejenigen, die frühestens nach der halben Strecke, idealerweise aber gegen Ende eine Einkehrmöglichkeit bieten. Eine solche Wanderung haben wir heute auf dem Plan, vom Haus können wir zu Fuß an den Startpunkt nahe dem Peterstaler Bahnhof gehen. Nach wenigen hundert Metern Anstieg erreicht man den ersten Aussichts-Pavillon, von dem aus man das ganze Dörfchen überblicken kann.

Der Weg ist gut beschildert und bietet zahlreiche Rastmöglichkeiten, im einfachsten Fall Sitzbänke, nicht selten sind aber auch solche Getränkedepots anzutreffen, am „Grundbrünnele“ überläßt man sowohl das Zahlen an sich als auch die Höhe des Betrages dem Gewissen des durstigen Wanderers…

Die Strecke ist zwar gelegentlich recht anstrengend, aber äußerst abwechslungsreich. So führt der Weg sowohl durch Waldstücke…

…in denen einem auch mal nette ältere Damen begegnen…

…als auch über offenes Gelände…

…mit traumhaften Ausblicken, die zum Verweilen einladen!

Nach Dreiviertel des Weges erreichen wir dann das Braunbergstüble, wo es die Belohnung gibt…

…von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt, immerhin haben wir rund 12km zurückgelegt.

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Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

13.6.2023 – Straßburg

Nach dem Frühstück fahren wir die B28 Richtung Kehl, bis Straßburg sind es kaum 40km. Die Stadt zu finden war nicht so schwer, ein Parkhaus dagegen schon eher. Nach einigen Kreisungen sind wir dann aber doch versehentlich in einem Parkhaus gelandet und schlendern langsam in die Altstadt. Hier im äußeren Altstadtbereich sieht es am Vormittag noch relativ ruhig aus…

…je näher man aber dem Münster kommt, desto mehr Touristen tauchen auf.

Wir essen etwas abseits in einem der zahlreichen Straßenrestaurants und sehen uns noch ein wenig die Stadt an. Interessant sind die vielen Mansarden (oder was immer das sein mag) auf den Dächern

Am Nachmittag werden langsam die Füße schwer und nach einem letzten Blick auf das Münster machen wir uns wieder auf den Heimweg.

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