Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

12.6. 2023 – Teufelskanzelsteig

Die Nacht war zu warm und zu laut (Haus liegt an der Durchgangsstrasse), so sind wir schon relativ früh auf den Beinen und parken gegen 10:00h an der Sprungschanze des Nachbardorfs Bad Griesbach.

Hier startet der Rundweg zur Teufelskanzel, der zunächst auf breitem Forstweg beginnt.

Bis zum Griesbacher Wasserfall (der zur Zeit allerdings nur etwas mehr als tröpfelt) geht es noch moderat, dann wird es steiler, streckenweise auch über Treppen.

„Oben“ stellt sich die Kanzel nicht ganz so teuflisch dar, wie man es erwarten konnte, immerhin gibt es einen netten Ausblick und ich kann das Schild festhalten, dem es sonst in dieser Höhe schwindelig geworden wäre…

Im weiteren Verlauf geht es durch Felsgelände…

…das eigentliche Highlight ist aber eine „Getränkebar“, die an einem spektakulären Schwarzwald-Rundblick gelegen ist und die täglich mit gekühlten Getränken beschickt wird.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz kommen wir noch am 90m hohen Haberer-Turm vorbei…

…den wir natürlich trotz der abenteuerlichen Sandstein-Stufen besteigen müssen.

Hier gibt’s noch einen letzten Rundblick, dann sind wir nach etwas mehr als drei Stunden wieder am Ausgangspunkt.

Am späten Nachmittag fahren wir dann zur Renchtalhütte, wo man bei herrlichem Fernblick zu Abend essen kann.

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Bad Peterstal-Griesbach 11. – 21.6.2023

11.6.2023 – Ankunft

Trotz einiger Staus hatte das Navi mit der prognostizierten Fahrzeit recht und wir erreichen nach etwas mehr als vier Stunden Bad Peterstal-Griesbach, ein ziemlich verschlafenes Nest im Schwarzwald. Die Altbauwohnung liegt im zweiten Stock, viel Schlepperei und wenig Staukapazität in den Möbeln, da fast alles bereits mit Sachen der Vermieter belegt ist. Naja, viel Zeit werden wir hier eh nicht verbringen, morgen geht es zur ersten Wanderung, hoffentlich ist es nicht zu heiß (derzeit 32°)…

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Ahrtal – Von Holzweiler zum Altenwegshof

Der Rundweg, der eine Acht beschreibt, beginnt am Ortsrand von Holzweiler…

…und verläuft schon bald im Wald, der sich schon ganz langsam zu verfärben beginnt.

Auch wenn hier bei weitem nicht so viele Pilze zu finden sind wie kürzlich im Schwarzwald, gibt es doch den ein oder anderen bemerkenswerten Fund.

Dieser Parasolpilz läßt sich sogar unter den Rock schauen!

Der Geruch frischer Weinmaische, die hier zur Bodenverbesserung ausgebracht wird…

…läßt alsbald vermuten, daß wir uns den Ahr-Weinbergen nähern. Die Reben hängen voll, die Lese steht unmittelbar bevor und der Herbst färbt die Weinblätter in ganz besonderem Stil.

Während die meisten Dörfer auch über ein Jahr nach der Flutkatastrophe noch mit dem Wiederaufbau kämpfen…

…ist auf dem Rotweinwanderweg schon wieder heile Welt und die Ausflugslokale sind bei diesem Wetter gut besucht, was wir feststellen können, als wir am Altenwegshof ankommen.

Nach einem Kaffee geht es dann das letzte Drittel des ca. 10km langen Rundweges wieder zurück nach Holzweiler.

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Todtmoos/Schwarzwald 21. – 28.9.2022

21.9.2022 – Ankunft in Todtmoos
Wie auch beim letzten Schwarzwaldbesuch vor einem Jahr verläuft die Anfahrt auch diesmal problemlos, alle nennenswerten Staus waren zum Glück auf der Gegenspur.
Das Appartement am Berghang über dem Städtchen ist sehr nett eingerichtet und vom Balkon hat man einen schönen Blick in Sonnenuntergangsrichtung.

Morgen wollen wir dann die erste Wanderung machen, denn das Wetter soll vorerst noch halten.

22.9.2022 – Der Lebküchlerweg
Von unserer Unterkunft aus geht es zunächst am Rande des Städtchens vorbei…

…und bald beginnt zwischen typischen Schwarzwaldhäusern der Wanderweg, der seinen Namen von der historischen Geschäftsidee der Todtmooser hat, den Pilgern für ihren Heimweg Lebkuchen als haltbaren Proviant zu verkaufen, weshalb die Einwohner auch „Lebküchler“ genannt wurden.

Ein schöner Waldweg quert mehrmals einen Gebirgsbach über kleine Brücken…

…über Teilstrecken ist der Weg auch befestigt worden, da es hier offenbar häufiger regnet und die Wege sonst zu schnell versumpfen.

Irgendwann tritt man aus dem Wald heraus und befindet sich auf grüner Almwiese…

…jetzt wird es warm und die Hosenbeine müssen ab!

Durch die Regenfälle der vergangenen Tage sind die Pilze gewachsen, ein paar sehr beeindruckende Riesentrichterlinge haben die übliche Zerstörungswut gelangweilter Gelegenheitswanderer sogar überlebt.

Eigentlich wollten wir nur die Wegführung über die Asphaltstraße vermeiden und haben daher mit dem Wandernavi eine alternative Route gesucht. Sie führt uns über einen verborgenen Weg auf eine offenbar kaum begangene Strecke, die wohl wegen des überbordenden Tourismus eingestellt wurde und jetzt nur noch den Insidern zur Verfügung steht, während die offizielle Strecke wie gesagt über die Strasse führt.

Einige der Brücken wirken sehr provisorisch, was aber eher den Eindruck verstärkt, daß sie nicht für den Haupt-Tourismusstrom gedacht sind.

Die letzten Kilometer führen wieder über die offizielle Route und schließen einen kleinen Wasserfall ein, bevor wir wieder den Ausgangspunkt erreichen.


23.9.2022 – Der Feldbergsteig
Auch heute soll das sonnige Wetter noch halten und wir machen uns auf, um den Feldberg zu bewandern.
Der Startpunkt auf dem Feldberg ist deutlich professioneller aufgezogen als wir es erwartet hatten und als wir aus dem Parkhaus treten, sehen wir uns einer Amüsiermeile gegenüber, die fast mit der Münchener Wiesn mithalten kann.

Trotzdem kann man aber auch daran vorbei – und durch das steinerne Tor auf den Rundweg gehen…

Bald ist man am höchsten Punkt…

…und nicht nur dort hat man einen grandiosen Ausblick auf die umliegenden Bergketten, auch wenn es heute für den richtigen Fernblick etwas zu diesig ist.

Unterwegs gibt es einige Hütten, die zur Einkehr einladen, gleich bei der ersten werden wir schon schwach und erhöhen das Ballastgewicht für die weitere Wanderung.

Bald geht das offene Gelände abwechselnd in Wald- oder Heidelandschaft über, wo der Weg gelegentlich auch etwas beschwerlicher werden kann.

Überall am Weg liegen große Felsbrocken herum, die gelegentlich auch vom Licht besonders in Szene gesetzt werden.

An einigen Stellen wird klar, daß es sich um einen Bannwald handelt, der sich weitestgehend selbst überlassen bleibt. Baumstämme werden nur beschnitten, wenn sie so stark in die Infrastruktur ragen, daß der Wanderer gefährdet wird oder nicht mehr weiterkommt…

…und die Natur malt die schönsten Bilder.

Dann ist der Wald durchquert und wir nähern uns dem Feldbergsee.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis wir wieder an unserem Ausgangspunkt sind.

24.9.2022 – Bergwerk Todtmoos
Der Morgen ist mit seinem aufsteigenden Nebel zwar sehr malerisch…

…zum Wandern aber zu feucht, was uns eine willkommene Wanderpause beschert. In einer Regenpause besuchen wir daher das Städtchen, testen Kaffee und Kuchen, danach geht es in ein stillgelegtes Erzbergwerk am Stadtrand, das für Besucher geöffnet ist.

Auch wenn es kein revolutionäres Erlebnis ist, kann man ein wenig nachfühlen, wie sich die Minenarbeiter in den Stollen gefühlt haben.

Die Granit- und Gneiswände sind ziemlich beeindruckend…

…mittels Wendeltreppen geht es in die anderen Etagen,

Auch morgen soll das Wetter noch eher feucht sein, mal sehen, was uns dazu einfällt.

25.9.2022 – Todtmooser Rundweg
Entgegen anfänglichen Prognosen soll es jetzt heute doch nur bedeckt bleiben, aber nicht regnen. Erfahrungsgemäß ist der Wald am schönsten, wenn es zuvor geregnet hat und alles schön saftig ist. Dann wachsen im Herbst auch die Pilze, also werden wir eine Runde um Todtmoos machen, die stellenweise auf dem Schluchtensteig verläuft und unmittelbar an unserer Unterkunft beginnt.
Der Trail beginnt unspektakulär auf einem Forstweg, wo viel Holzeinschlag am Rand lagert. Über die kranken und abgestorbenen Stämme machen sich alsbald die Baumpilze her, schon bald sehen wir die ersten prächtigen Zunderschwämme.

Auch weniger häufige Arten sind anzutreffen, in einzelner kleiner Fliegenpilz wächst am Rand…

…der goldgelbe Korallenpilz gilt auch als selten, ist uns hier aber schon öfter begegnet…

…und ein extrem seltener ästiger Stachelbart hat sich an einem Buchenstamm niedergelassen.

Bald biegt der Trail von dem breiten Forstweg auf einen schmalen Pfad ab, der wenig begangen scheint.

Auch hier gibt es zahlreiche Pilzsorten wie den Flaschenstäubling

…oder den Austernseitling.


Das feuchte Wetter und die Tatsache, daß man den Wald hier weitgehend unberührt läßt, gibt dem Weg etwas Mystisches und wir bereuen es fast, nach gut zwei Stunden wieder am Startpunkt zu sein.


27.9.2022 – St. Blasien
Nur 14km entfernt von Todtmoos liegt St. Blasien, wo der „Schwarzwälder Dom“ steht, die Klosterkirche der Abtei St. Blasius. Da heute das Wetter eher durchwachsen vorhergesagt ist, machen wir einen Abstecher dorthin.
Außer der Klosteranlage hat der Ort nicht allzu viel zu bieten, lediglich ein Kaufhausgebäude im antiken Stil fällt uns auf.

Dann machen wir uns auf die Suche nach dem Dom, der zwar von weitem zu sehen ist, je näher man kommt jedoch von den neueren Häusern verdeckt wird. Nach einigen Irrwegen haben wir ihn dann aber gefunden:

Die Kirche wurde in ihrem endgültigen Stil 1783 eingeweiht und ist nach dem Petersdom in Rom und der St. Pauls Cathedral in London die drittgrößte Kuppelkirche Europas.

Abgesehen von der beeindruckenden Architektur ist das Verblüffendste wohl die Tatsache, daß man mitten in einem abgelegenen Schwarzwalddorf keinen solchen monumentalen Prunkbau mit Marmorsäulen und -fußböden erwarten würde.

Für ein kleines Mittagessen im Freien reicht das Wetter gerade noch, als wir wieder Richtung Todtmoos fahren (wo Montags und Dienstag die meisten Cafés und Geschäfte geschlossen sind), beginnt es dann auch zu regnen.

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Eifelschleife – Toskana der Eifel

Mit rund 16km keine der ganz kurzen Wanderungen, ist die Runde nahe Blankenheim bei gutem Wetter trotzdem gut zu gehen. Start- und Endpunkt liegt in Ripsdorf, dessen markanten Kirchturm wir bald hinter uns lassen.

Beim Weg durch die Wiesen bekommt man noch einen heile-Welt Eindruck, denn es wimmelt geradezu vor Schmetterlingen. Im ersten Teil fallen hauptsächlich die Schachbrett-Falter auf…

…die sich jeder einen eigenen Frühstückstisch gedeckt haben.

Vereinzelt sieht man auch mal C-Falter und andere kleinere Schmetterlinge…

…im weiteren Verlauf des Wanderwegs ist aber der Kaisermantel besonders häufig anzutreffen.

Dann führt der Weg über den Kalvarienberg, wo man zwischen den verwitterten Sandstein-Stationen eines alten Kreuzweges…

…einen schönen Überblick über die Landschaft hat, die mit ihren Hügeln und Wachholderbüschen wahrscheinlich den Vergleich mit der Toskana nahegelegt hat.

Zwischen den Waldabschnitten gibt es immer wieder ausgedehnte Wiesen-Durchquerungen…

…auch dort herrscht reger Verkehr an der Nektar-Bar.

Gegen Ende der Runde sorgt noch eine notgelandete Prachtlibelle für das Highlight…

…dann sind wir wieder in Ripsdorf und einigermaßen geschafft!

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Halblech – Allgäu

07.06.2022 – Ankunft

Eine Lange Fahrt – rund 600km – die wir trotz einigen kleinen Staus einigermaßen gut hinter uns gebracht haben. Wenn man die Autobahn dann verlassen hat und sich durch die Landstraßen arbeitet, hört die bekannte Welt auch gleich auf. Überall grüne Wiesen, viieele Hügel und Bauernhöfe, auch einige Seen. Unser Weg führt um die Nordspitze des Forggensees herum und dank Navi finden wir das Bergchalet auch problemlos. Nach einem freundlichen Empfang muß das Gepäck die zahlreichen Stufen hochgekeult werden…

…und danach ist die Energie für heute erstmal aufgebraucht. Bald geht auch schon der erste Tag zu Ende und auf der gegenüberliegenden Bergkette stellt sich das durch den Sonnenuntergang generierte ‚Alpenglühen‘ ein.

Ganz rechts am Bildrand kann man in der Ferne das Märchenschloß Neuschwanstein in der Abendsonne erahnen…

…bei näherer Betrachtung mittels Teleobjektiv sieht man dahinter auch noch Hohenschwangau, ein weiteres Schloß König Ludwigs von Bayern.

08.06.2022 – Partnachklamm

Ein Blick aus unserem Küchenfenster läßt einen schönen Tag vermuten und so fahren wir nach Garmisch-Partenkirchen, wo wir nach einigen Staus an der Olympiaschanze einen Parkplatz finden.

Schon der Weg zum Eingang der Partnachklamm ist schön gelegen und es wird bald unter der Regenbekleidung warm, die für die Klamm-Durchwanderung angeraten wird.

Dann geht es rein…

Erinnert ein bißchen an die Levadas von Madeira, wo man auch durch ähnliche Tunnel geht.

Tatsächlich wird man nicht nur von der Partnach naßgespritzt, die unten mit ziemlichem Getöse durchrauscht…

…auch von oben kommt reichlich Wasser.

Auch wenn es einem länger vorkommt, ist der Weg durch die eigentliche Klamm nur rund 700m lang.

Nach einem anstrengenden Aufstieg hinter dem Ausgang der Klamm erreicht man die erste Almhütte, wo erstmal Grundnahrungsmittel nachgefaßt werden.

Wieder unten, gibts noch einen Spaziergang durch Garmisch…

…dann gehts wieder nach Hause und ein unerwartet sonniger Tag neigt sich dem Ende zu.

09.06.2022 – Füssen

Heute ist Regen angesagt und wir lassen uns mit dem Frühstück Zeit, zumal uns die gestrige Erstwanderung noch in den Knochen steckt. Mit dem Regen ist es auch etwas kälter geworden, dafür gibt es aber in der Stube einen großen Kachelofen, der im Flur von der Rückseite aus mit Holz befeuert wird und sowohl Hüttenfeeling als auch Wohnklima anheizt.

Um die Mittagszeit fahren wir zur einzigen Pizzeria, die sich online in erreichbarer Nähe finden ließ, denn die bayrische Küche ist nach Kaiserschmarrn eher weniger auf Vegetarier eingestellt. Das Ristorante in Rieden direkt am Forggensee war die Fahrt wert und als wir wieder ins Auto steigen, hat auch der Regen aufgehört, weshalb wir noch die wenigen Kilometer bis Füssen weiterfahren.

Die Stadt ist ziemlich touristisch und wirkt selbst jetzt in der Vorsaison stellenweise schon übervölkert, weshalb wir nicht lange bleiben und über Schwangau wieder in unser lauschiges Eschenberg zurückfahren. Dabei kommen wir auch etwas näher an den berühmten Ludwig-Schlössern vorbei.

Morgen soll das Wetter aber wieder schöner werden, dann wird wieder gewandert!

10.06.2022 – Buchenberg

Der Regen ist vorbei – zumindest laut Wettervorhersage – und wir machen uns auf, um eine der Touren zu machen, die noch auf unserer Liste stehen. In Buching – nur wenige Kilometer von unserer Unterkunft entfernt – geht ein Sessellift zur Buchenbergalm hoch, man kann die Strecke aber auch zu Fuß angehen und gegebenenfalls dann nur mit dem Lift wieder runterfahren. Wir starten am Parkplatz an der Talstation,,,

…und gehen bald durch bunte Wiesen, wie man sie kaum noch kennt.

Bald gehen die Wiesen in Wald über, wo der Regen das Wurzelwerk so stark ausgewaschen hat…

…daß es besonders an Hanglagen auf den nassen Wurzeln ziemlich glatt sein kann.

Oben gibts einen Kaffee und einen umfassenden Blick über die Allgäuer Seen.

Da uns zum einen der Betrieb am Sessellift zu viel ist und uns zum anderen der Fußweg ganz gut gefallen hat, entscheiden wir uns nach ausreichender Pause, auch den Rückweg zu Fuß zu machen, diesmal aber über eine andere Strecke, das „Steigle“.

Anfangs noch sehr lauschig, wird der Rückweg allerdings bald auch etwas beschwerlicher…

…deshalb aber nicht weniger schön.

Wieder unten statten wir abschließend noch dem Hopfensee einen kleinen Besuch ab, wo man einen schönen Blick auf die gesamte Bergkette hat. So kann es mit dem Wetter weitergehen.

11.06.2022 – Rund um den Schapfensee

Der neue Morgen lacht mit strahlendem Wetter – da müssen wir raus!

Unser Ziel ist der nahe gelegene Schapfensee, um den ein Wanderweg führt, der dann auch gleich praktischerweise an einer Gaststätte endet. Das Alpenpanorama hinter dem See ist mindestens so schön wie das am Hopfensee, allerdings ist es hier nicht so touristisch überlaufen.

Bevor die Wanderstrecke in Richtung Forggensee abbiegt, durchquert man ein kleines Waldstück…

…das noch ziemlich naturbelassen wurde. Neben dekorativem Ackerschachtelhalm…

…gibt es verwaiste Brennholzstapel, auf denen sich inzwischen neue Bäume ansiedeln.

Bald tritt man aus dem Wald heraus und nähert sich dem durch den Lech gespeisten Forggensee…

…ebenfalls vor prächtigem Alpenpanorama.

Weiter geht es durch saftige Blumenwiesen, in denen sich zahlreiche Schmetterlinge tummeln…

…bis wir wieder am Ausgangspunkt sind, wo das Mittagessen wartet.

12.06.2022 – Kenzenhütte

Laut Wettervorhersage soll heute der schönste Tag der Woche sein und wir machen uns schon gegen halb acht auf, um zur Kenzenhütte zu wandern. Vom Parkplatz aus geht es einige Zeit auf der Straße am Halblech vorbei, über den auch der Kleinbus fährt, mit dem man die Hütte in weniger als einer Stunde erreichen kann.

Nach einigen Kilometern geht das Gelände in Weideland über…

…und macht den Blick auf die Berge frei wie hier auf den Geiselstein, der auch als das Matterhorn des Allgäu gilt.

Das letzte Viertel des Weges geht oberhalb des Flusses durch ein Waldstück, wo der Weg nicht wirklich befestigt ist.

Dann erreichen wir nach ca,12km die Kenzenhütte, wo – bedingt durch Sonntag und Kaiserwetter – schon kaum noch Platz zu bekommen ist.

Nach einer Stärkung machen wir uns wieder auf und gehen noch ein kleines Stück weiter zum Wasserfall, von wo wir uns dann wieder auf den dreistündigen Rückweg machen.

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Von Dernau nach Altenahr

Ein sonniger Oktobertag ist vorausgesagt und wir wollen uns das diesjährige Farbenspiel der herbstlichen Weinberge im Ahrtal nicht entgehen lassen. Da morgens noch Nebel angesagt ist, treffen wir erst am späten Vormittag in Dernau ein und stellen fest, daß man durch den Nebel nicht besonders weit sehen kann und es deshalb auch noch ziemlich schattig ist. Sowie wir den Rotweinwanderweg auf der Höhe erreicht haben, sieht man aber zumindest, daß sich das Wetter in unserer Zielrichtung zu bessern scheint.

Auch wenn sich der Nebel nicht komplett verzieht, kann man überall die unterschiedlich bunten Weinberge erkennen, wie gegenüber am Krausberg.

Nach etwa einer Stunde kommt die Sonne etwas durch und es wird warm. Im sonnigen Herbstlicht kommen die Farben der Weinblätter erst richtig zur Geltung

Der Betrieb auf dem Wanderweg nimmt zu und bald sind wir an Rech und der Saffenburg vorbei…

Nach einer weiteren Stunde sieht man von weitem schon die Burg Are oberhalb unseres Zielortes Altenahr. Zwar ist die Sonne inzwischen durchgekommen, trotzdem hat sich ein leichter Dunst zwischen den Bergen gehalten, was aber durchaus seinen Reiz hat.

In Altenahr zeigt der Kilometerzähler des GPS-Gerätes knapp 12km, von hier geht es dann mit der Bahn über Mayschoß und Rech zurück nach Dernau.

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Paris – Kurztrip zwecks Konzertbesuch von „The Analogues“

25.09.2019
Nach kurzem Kaffee losgefahren, wir wollen die Route durch Belgien über Reims nehmen, da auf der nördlichen Autobahn vor Paris über 10 Baustellen bzw Staus gemeldet sind. Praktischerweise ergibt es sich, daß wir dabei den nördlichsten Zipfel von Luxembourg streifen, wo man mal eben zum Tanken halten kann, denn in Frankreich ist der Sprit deutlich teurer als hier.
Zweimal müssen wir Autobahngebühren zahlen, ansonsten geht es aber störungsfrei die fast 500 km bis nach Paris. Unser Hotel liegt am Südrand der Stadt direkt am Bois de Vincennes, einer der beiden großen Grünanlagen, die zwar etwas kleiner ist als der Bois de Boulogne, aber immer noch etwa 4 mal so groß wie der Central Park in New York. Auto in die Tiefgarage und einen kurzen Antrittsbesuch im Park nach der stundenlangen Autofahrt.
Abends ein Süppchen im noodle house…

…und dann ins Hotel, von wo man den beleuchteten Eiffelturm sieht, dem wir morgen unter anderem auch einen kurzen Besuch abstatten wollen, wenn es hoffentlich mit dem Wetter passt.

26.09.2019
Nach ausgiebigem Frühstück geht es mit der Metro in die Innenstadt. Bei zunächst noch bedecktem Wetter fahren wir bis zum Invalidendom und gehen dann an der Seine entlang bis zum Eiffelturm, der aber leider mittlerweile komplett abgesperrt ist. Schöne neue Terroristen-Welt…

Man kann aber großräumig drum herumgehen und stößt dann wieder auf das Champs de Mars, von wo aus der Turm dann auch formatfüllend aufs Foto passt.

Langsam kommt hier und da die Sonne durch und es wird ziemlich warm. Auf den Champs Élysées ist Berufsverkehr und wir schauen, daß wir schnell weiterkommen.

Da wir ohnehin mal auskundschaften wollten, wo das Olympia ist, in dem das morgige Konzert stattfindet, gehen wir zunächst bis zur Kirche Madeleine, wo wir allerdings auch nicht die ersten sind.

Das Wetter scheint zu halten und als wir an der Oper sind, beschließen wir, auch noch bis zum Montmartre hochzugehen.

Sacre Coeur ist wie immer von Touristenmassen belagert und wir ringen uns deshalb trotz erster Fußbeschwerden durch, die 300 Stufen bis in die Kuppel zu gehen, von deren Außengang man einen tollen Blick über die Stadt hat.

Gut zu erkennen sind die Zäune, die mit ‚Glücksschlössern‘ überladen sind …

…die einem überall von fliegenden Händlern angeboten werden.

…dann fassen wir den übermütigen Entschluß, vom Montmartre auch wieder zu Fuß bis zur Seine Insel runterzugehen, um uns die in der Restauration befindliche Kirche Notre Dame anzusehen. Von vorne ist sie noch zu erkennen…

…aber von der Seite ist das ganze Ausmaß der Zerstörung durch den Großbrand im April diesen Jahres sichtbar.

27.09.2019
Der gestrige Tag war ziemlich anstrengend und so lassen wir es heute ruhig angehen. Nach ausgiebigem Frühstück besuchen wir noch einmal den Bois de Vincennes, wo um die Zeit außer ein paar Joggern noch kaum jemand anzutreffen ist.

Hinter dem Lac Domesnil ist unser Hotel zu sehen, die riesige Zypresse ist allerdings noch beeindruckender!

Gegen Mittag fahren wir dann mit der Metro ein paar wenige Stationen bis Montgallet, denn wir wollen die Coulée verte René Dumont bis zum Place de la Bastille laufen, einen über 4km langen, etwa auf Höhe des dritten Stockwerks der umliegenden Häuser verlaufenden Weg, der aus einer ehemaligen Eisenbahntrasse entstanden ist und zum bepflanzten Park umgestaltet wurde, als die Bahnlinie stillgelegt wurde. An der Rue de Rambouillet durchtrennt der Weg sogar ein Gebäude…

…bevor er in die Parkanlage übergeht.

Die Gewölbe unter dem Viadukt der ehemaligen Bahntrasse hat man zu exklusiven Geschäften umgebaut, der darüber verlaufende Weg gilt als Vorbild des High Line Parks in New York!

Wir fahren weiter in die Stadt, wo wir noch etwas in den großen Kaufhäusern bummeln und im Pret a Manger etwas essen. Später setzen wir uns dann in ein Straßencafé auf dem Boulevard des Capucines genau gegenüber dem alt ehrwürdigen Olympia, wo nachher unser Konzert stattfinden wird. 1964 haben hier auch schon die Beatles gespielt, allerdings nicht das Studioalbum Abbey Road, das wir heute abend hören werden, denn mit damaliger Technik galt das noch als nicht live spielbar… abgesehen davon, daß es erst 1968 entstanden ist…

Das Konzert ist sensationell…

…und gegen 23:00 Uhr fahren wir platt und glücklich mit der Metro wieder zurück ins Hotel.

Am nächsten Morgen wird noch einmal gemütlich in der Hotel Lobby gefrühstückt und dann geht es relativ reibungslos wieder auf der gleichen Strecke zurück nach Hause!

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Drachenfels – Ölberg – Löwenburg

Eigentlich meiden wir die Wochenenden für Wanderungen, da es dann überall sehr voll ist und man weder Parkplatz noch einen Tisch auf der Restaurant-Terrasse bekommt, aber der Wetterbericht sagt nur noch für den Sonntag schönes Wanderwetter voraus, also müssen wir in den sauren Apfel beissen.
Wir nehmen in Godesberg die Fähre und fahren auf der anderen Rheinseite bis nach Rhöndorf, wo wir nach längerer Suche gerade noch den (ohnehin schon etwas abgelegenen) letzten Parkplatz bekommen, obwohl es noch keine 10:00 Uhr ist. Mitten in der bereits sehr belebten Fußgängerzone geht es über eine schmale Gasse zum Fußweg zum Drachenfels, der bald in einen Waldweg übergeht. Hier trifft man dann auch nur noch wenige bis keine Wanderer, die meisten fahren zum Glück lieber zum Drachenfels.

Ein erster Halt bietet sich am Ulanendenkmal an, wo man schon auf den Rhein hinabblicken kann…

…den schöneren Blick hat man aber von einer Aussichtskanzel kurz unter dem Drachenfels…

…von wo man auf die Insel Nonnenwerth…

…und die andere Rheinseite sehen kann.

Da der Eselsweg gesperrt ist, müssen wir die geplante Route kurz verlassen und sehen die Drachenburg deshalb nur von weitem, während davor die Drachenfelsbahn die nächsten Sonntags-Ausflügler hochfährt.

Wir steuern indessen auf schmalen Pfaden, auf denen uns niemand begegnet, in Richtung Ölberg…

…wobei das letzte Stück kurz vor dem Gipfel ziemlich steil und steinig ist.

Oben im Restaurant ist erwartungsgemäß wieder die Hölle los und man bekäme kaum Platz, selbst wenn man das bei dem Betrieb denn wollte.

Wir genießen stattdessen nur kurz die Aussicht…

…und machen uns ziemlich schnell wieder auf den weiteren Weg. Wieder einmal erweist es sich als vorteilhaft, ein GPS Gerät dabeizuhaben, denn der ausgewiesene Weg endet plötzlich und wir müssen ein Stück querfeldein durch diverse Kahlschläge, die wohl dem heißen Sommer und dem Borkenkäfer geschuldet sind.

Bald stoßen wir aber wieder auf ‚unseren‘ Track und es geht weiter über den Breiberg zur Löwenburg Ruine…

…die ebenfalls gut besucht ist, weshalb wir uns auch hier nicht sehr lange aufhalten.

Jetzt sind alle Gipfel bezwungen und es geht langsam an den Abstieg. Ein letzter Blick auf den Drachenfels – diesmal zur Linken und von hinten – ganz rechts ist der Petersberg zu sehen, dazwischen hinter dem Schallenberg ein Stück Rhein mit dem Telekom-Hochhaus.

Ab jetzt geht es stramm bergab, teilweise über schmale Pfade und in Rhöndorf wieder am Auto angekommen, haben wir tatsächlich über 18km auf dem GPS-Gerät.

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Der Hatzenporter Laysteig

Da uns die letzte Wanderung an der Mosel so gut gefallen hat, fahren wir heute noch einmal in die Gegend, diesmal zu einer Rundwanderung bei Hatzenport. Das Auto wird nahe dem Bahnhof abgestellt und schon bald geht es ziemlich steil bergauf…

…teilweise sogar mit Sicherungsseil und Klettersteigcharakter.

Da viele der Weinbergtreppen nur für die Leute gedacht sind, die im Weinberg arbeiten, wird extra darauf hingewiesen, wenn die Wanderer auch mal eine solche Treppe nutzen dürfen

Ein erster kurzer Halt ist an der Wetterstation, die sich mitten zwischen den Reben über dem Ort befindet.

Oberhalb des Wirtschaftsweges bewegt man sich auf dem Wanderpfad und hat die Ortschaft schon bald hinter sich gelassen.

Schon von weitem ist der Aussichtspunkt an der Rabenlay zu sehen…

…von wo man einen schönen Blick auf den Nachbarort Löv hat.

Jetzt geht es weg von der Mosel durch ein Waldstück… was bei 30° ganz angenehm ist.

Am tiefsten Punkt gluckert ein kleiner Bach in recht malerischer Kulisse.

Ein letztes Mal geht es wieder bergauf, bis man aus dem Wald tritt und einige Kilometer am Waldrand über die Felder läuft.

Ein paar seltene Begleiter gibt es unterwegs, sowohl verschiedene Schmetterlinge als auch einige Libellen.

Dann kündigt das GPS Gerät an, daß es jetzt langsam wieder an den Abstieg geht.

Man taucht wieder in den bewaldeten Teil des Moseltals ein und es geht stramm abwärts, im Hintergrund sieht man bereits wieder den Fluß.

Die letzten Meter sind wieder etwas „Alpin“ gestaltet. Auch wenn es nicht wirklich gefährlich scheint, ist man zu diesem Zeitpunkt ganz froh für den Handlauf, denn die 13km gingen doch etwas in die Beine und die Hitze tat das Ihre.

Insgesamt ein schöner Rundweg und am Schluß gab es zur Belohnung auch ein Stück Apfelkuchen!

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