Schon lange auf unserer Liste, haben wir bisher Anfahrt und Andrang gescheut, aber heute soll es endlich sein, wir fahren die rund 130km an die Moselschleife, die die Ortschaften Bremm und Edinger-Eller verbindet. Vom Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs in Eller geht es unter der Eisenbahnbrücke durch und dort beginnt auch gleich der Klettersteig über den Berg Calmont.
Kaum hat man etwas Höhe gewonnen, geht es auch schon über die ersten kleinen Kletterpassagen
Zwischendurch geht es mitten zwischen den Riesling Reben hindurch…
Die ständigen Höhenunterschiede werden ganz unterschiedlich bewältigt. Mal mit Treppen, mal mit Leitern…
…und mal muß man auch ein Stück ohne Hilfe kraxeln, bis man ans nächste Seil gelangt.
Hier gehts runter… unten wartet die Mosel, am anderen Ufer steht die Ruine des Klosters Stuben…
Auf gehts!
Gelegentlich bekommt man einen Eindruck davon, was es heißen muß, Deutschlands steilsten Weinberg zu bewirtschaften. Inzwischen wurden wenigstens die alten Schlittenwinden durch fest installierte Lastenaufzüge ersetzt…
Die meiste Zeit geht dabei drauf, die tollen Ausblicke festzuhalten und zu genießen…
Irgendwann kommt man aber wieder an etwas schwierigere Passagen…
…wo es auf der einen Seite ziemlich steil runtergeht… ohne Rebstöcke, die einen noch halten könnten.
Aber auch an den eher harmlosen Stellen ist der Weg manchmal nicht besonders breit, was vor allem bei Gegenverkehr lästig ist.
Nach weniger als zwei Stunden haben wir die Ortschaft Bremm erreicht, hier wird es sicher irgendwo einen Kaffee geben.
An einem der alten Häuser sind die Hochwasserpegel der letzten Jahrzehnte festgehalten.
Nach der Rast machen wir uns wieder auf den Rückweg. Diesmal wollen wir nicht über den Klettersteig, sondern über den Höhenweg zurück nach Eller gehen. Dazu geht’s erstmal ordentlich rauf, Richtung Gipfelkreuz…
Kurz vor dem Gipfel gibt es einen Unterstand, von dem man den wohl besten Blick über die Moselschleife hat.
Am rechten Bildrand sieht man Bremm, links über der Straße der Weinberg, durch den der Klettersteig führt, links hinten die beiden Ortschaften Eller und Edinger mit der Eisenbahnbrücke, wo unweit unser Auto steht.
Jetzt geht es ein ganzes Stück auf dem Grat des Calmont durch den Wald…
…bis es dann kurz vor dem Ziel wieder etwas steiler wird, irgendwie muß man ja wieder runterkommen.
Jetzt ist es gleich geschafft, unten sieht man schon die Eisenbahnbrücke.
Ermutigt durch die verblüffende Erkenntnis am Eingang des Moselterrassencafés, füllen wir zum Abschluß der Klettertour die verlorenen Kalorien wieder auf.
Da heute der einzige schöne Tag der Woche vorhergesagt ist, machen wir uns auf zu einer Rundwanderung ins Siebengebirge. Mit der Autofähre geht es von Bad Godesberg auf die andere Rheinseite nach Niederdollendorf, von dort mit dem Auto zum Parkplatz am Kloster Heisterbach. Hier beginnt auf der anderen Straßenseite der Wanderweg, der zunächst ziemlich steil bergauf geht.
Wenn man einen kleinen Abstecher in Kauf nimmt, liegt ein alter Basaltsteinbruch am Weg, den wir uns gerne anschauen.
Die Grube hat sich zwar mittlerweile mit algenreichem Brackwasser gefüllt, aber die Basaltsäulen gegenüber kann man immernoch sehen.
Die Bedingungen, unter denen damals der Steinbruch betrieben wurde, kann man sich heute kaum noch vorstellen…
Nach dieser Exkursion geht es zügig weiter, bis wir nach ein paar Kilometern den Petersberg erreicht haben, von dem aus man einen traumhaften Ausblick auf den Rhein und das Bonner Umland hat. Links hinten sieht man den Drachenfels, rechts davor etwas tiefer die später gebaute Drachenburg.
Natürlich müssen wir hier kurz im Café einrasten…
…und die örtliche Fauna retten.
Nach ausgiebiger Stärkung geht es ab hier glücklicherweise nur noch bergab und bald sind wir wieder am Kloster-Parkplatz.
Heute soll es trocken bleiben, es ist sogar streckenweise Sonne angesagt. So fahren wir von Trier rund 30km Richtung Bitburg, wo nahe der Ortschaft Irrel die „Teufelsschlucht“ sein soll, die eine interessante Wanderung verspricht. Am Parkplatz des benachbarten Ortes Ernzen ist einiges los, was wir eher nicht gewohnt sind, schnell stellt sich aber heraus, daß die Leute den ebenfalls hier gelegenen Dinosaurierpark besuchen wollen.
Wir lassen Park und Touristen schnell hinter uns und begeben uns auf die „8“ des Wanderweges, wo man schon nach kurzer Zeit in die Teufelsschlucht hinabsteigt.
Der Weg wird schmäler und da uns niemand begegnet, hat das ganze in der Tat etwas Gespenstisches
Trittsicherheit schadet nicht und ob der Hut dem Brocken da oben im Zweifelsfall standhält, der sich da oben verklemmt hat?
…an manchen Stellen ist der Weg so schmal, daß man quer gehen muß, um durchzupassen…
Hier und da lädt eine Bank zur Rast ein…
Ein Durchgang noch und der erste Abschnitt ist bewältigt.
Für kurze Zeit tritt man aus dem Felsenlabyrinth heraus…
…und es traut sich sogar die Sonne hervor.
Auch im nächsten Felsenabschnitt gibt es wieder einige interessante Durchstiege…
Nach dem üppigen Frühstück heute morgen sollte man die Bank vielleicht nicht allzu sehr belasten, um den Neigungswinkel des Felsens nicht unnötig zu vergrößern…
Insgesamt ist der Schrägstand so mancher Felswand schon leicht beunruhigend… die wird man kaum aufhalten können…
…insofern: schnell durch!
Noch ein paar letzte Hindernisse…
…dann kommt das letzte „Tor“ und man begibt sich auf den Weg zu den Wasserfällen.
Die angeblichen Wasserfälle entpuppen sich allerdings als relativ uninteressante Stromschnellen, vielleicht ist gerade nicht die beste Jahreszeit dafür. Zur Entschädigung gibts aber im nahe gelegenen Waldcafé ein Stück Kuchen und auf dem Weg entdecken wir einige selten gewordene Waldbewohner wie diese Blauflügel-Prachtlibelle.
Nachdem es zu Hause jetzt eine Woche lang geregnet hat, waren unsere Erwartungen ans Wetter nicht allzu hoch, aber Baden-Baden empfängt uns mit Sonnenschein. Vom Balkon unserer Ferienwohnung kann man direkt auf den Merkur schauen… da müssen wir hin! Jetzt!
Von der Wohnung geht es in Richtung Waldcafé vorbei an einer echten Wiese mit richtigen Blumen… und einem echten Reh drauf…
Nach kurzer Zeit erreichen wir die Talstation der Merkurbahn, einer abenteuerlichen alten Drahtseilbahn, die vorbei an wilden Rhododendronhecken ziemlich steil nach oben fährt
Den Merkurturm habe ich auch etwa 1956 zum letztenmal aus der Nähe gesehen… damals war der Anbau noch eckig und mit einem ebensolchen verglasten Holzaufbau versehen wie der Hauptturm…
Inzwischen beherbergt der Anbau einen gigantischen Mast, der Dutzende von Antennen aufnimmt, der Hauptturm kann aber immer noch begangen werden.
Von der obersten Aussichtsplattform des Turms hat man einen tollen Blick über die Stadt, auch wenn es heute trotz Sonne etwas diesig ist.
Die Karte des Restaurants ist zwar recht übersichtlich aber bevor wir uns auf den Fußmarsch nach unten machen, muß eine Stärkung her.
Der Rückweg führt durch das ‚Paradies‘, eine Wassertreppe aus den frühen 20er Jahren, die im Baden-Badener Villenviertel steht…
…im Hintergrund ist die Stiftskirche zu sehen, deren Stundenschlag ich als Kind immer gehört habe.
13.05.2019 – Ebersteinburg-Runde und Battert
Heute wollen wir zum Battert, dessen steiles Felsmassiv sich mit zahlreichen Zinnen nördlich von Baden-Baden erhebt und unter anderem vielen Alpin-Kletterern als Übungsgelände dient. Wir parken in Ebersteinburg und gehen zunächst zur Burgruine hoch, deren Turm man schon von weitem sehen kann.
Vom Turm hat man den ersten Ausblick, auch wenn es noch etwas diesig ist…
Ab der Burgruine geht es durch den Wald, der durch die Regenfälle der letzten Wochen recht üppig grünt…
Am Weg gibt es immer wieder tolle Ausblicke…
…auf nicht immer ganz ungefährlichen Zuwegen.
Schon bald sind wir an der Wolfsschlucht
Vom unteren Felsenweg kann man die zahlreichen Zinnen des Battert sehen…
…ist man am alten Schloß vorbei, geht es auf dem oberen Felsenweg zurück, von wo man auch wieder spektakuläre Ausblicke hat.
14.05.2019 – Korbmattfelsen und Batscharihaus
Da uns die gestrige Wanderung doch etwas in die Knochen gegangen ist, lassen wir es heute etwas ruhiger angehen und entscheiden uns für eine kleinere Rundwanderung. Am Tiergarten nahe dem Südwestfunk auf dem Fremersberg stellen wir das Auto ab und gehen durch wunderschöne Waldwege in Richtung Korbmattfelsen.
Sowohl der Waldmeister als auch die Walderdbeeren blühen…
Bald ist der kleine Aussichtspunkt am Korbmattfelsen erreicht, von dem man direkt auf den Fremersberg schaut.
Weiter geht es durch den unglaublich saftig grünen Wald…
…und wir erreichen gegen Mittag das Batscharihaus, eine feudale Rasthütte für Wanderer.
Von hier aus hat man wohl einen der besten Blicke auf Baden-Baden, links im Hintergrund der Battertfelsen, rechts der Merkur.
Nach kurzer Rast geht es dann wieder über den Wald-Rundweg zurück zum Tiergarten.
15.05.2019 – Was ging, was blieb?
Von unserer Residenz in der Hahnhofstraße geht man etwa eine Viertelstunde bis zum Waldcafé, das sich unterhalb der Talstation der Merkurbahn befindet. Alle Häuser hier in der Straße scheinen nach den 50er Jahren entstanden zu sein, was im Umkehrschluß heißt: hier war in meiner Kindheit noch unbebaute Natur…
War das vielleicht die Gegend mit den Blumenwiesen, die ich in Erinnerung habe, die wir damals so schnell von zu Hause erreichen konnten und die wir ‚Helenental‘ nannten? Wenn das letzte Haus der Straße passiert ist, sieht die Gegend fast so aus, wie ich sie in Erinnerung habe…
Geht man hingegen von unserer Ferienwohnung Richtung Innenstadt, erreicht man nach wenigen Minuten die russische Kirche…
…an die ich mich tatsächlich noch erinnern kann und wenige Minuten danach ist man dann an der Stephanienstrasse, wo wir bis 1957 das Haus Nr. 57 bewohnt hatten. Auf einer Urlaubsfahrt in die Schweiz hatten wir 1977 – also vor 42 Jahren – hier schon einmal kurz angehalten, weil ich neugierig war, was aus dem Haus geworden war. Mit etwas Phantasie konnte man damals die aufgemalte Hausnummer 57 noch erkennen…
…heute hat das alte Haus offenbar nicht nur einige Renovierungen hinter sich, sondern auch eine Umnumerierung, es ist jetzt die Nummer 55, wo wir ganz oben die Kniestockwohnung bewohnt hatten.
Unmittelbar gegenüber, im Haus 56, war der Konsum, ein Lebensmittelgeschäft, in das ich oft für kleinere Einkäufe geschickt wurde. Hatte die Verkäuferin gerade kein 5 Pfennig Stück, gab es eine Portion Sauerkraut aus dem Fass mit einem Stück Pergamentpapier auf die Hand… was zu Hause gelegentlich Erklärungsnöte auslöste.
Vor dem Konsum zweigte die kleine Blechnergasse ab, wo wir häufig spielten und wo der Lumpensammler wohnte, den mein Vater für einen der reichsten Baden-Badener hielt. Die Blechnergasse mündete im Russelbuckel… erst als wir längst nicht mehr dort wohnten, erfuhr ich die amtliche Straßenbezeichnung: Du Russel Straße!
Der Russelbuckel mündet in die Lichtentaler Strasse, überquert man diese, gelangt man bald an die Oos und die Gönner Anlagen, die sich bis ins Kurgelände der Stadt ziehen.
Auch die Anlagen sind noch dunkel in meiner Erinnerung, ebenso wie das Kurhaus mit der Konzertmuschel und die prunkvolle Trinkhalle.
Nicht weit vom Kurhaus gibt es tatsächlich noch das kleine Fotogeschäft, wo mein Vater seine Ausrüstung gekauft hat…
von hier führt die Straße zum Leopoldsplatz, den man stark aufgehübscht hat mit einem riesigen modernen Brunnen. Zu meiner Zeit gab es den noch nicht, aber mittig auf der Kreuzung stand eine kleine Kanzel, in der ein Polizist den Verkehr regelte, der aufgrund seiner Geringfügigkeit damals noch mitten durch die Stadt fahren durfte.
Von hier geht auch die Luisenstraße ab, wo einst die Barberina stand, bzw später ein ähnlich benanntes, etwas halbseiden anmutendes Etablissement, das nach dem einstmals renommierten Nachtlokal kam und den Stadtvätern wohl irgendwann etwas rufschädigend vorkam, weshalb man die Fassade inzwischen wieder von den Granitplatten befreit hat und ihr den alten, schlichten, klassizistischen Charme zurückgegeben hat. Mit dem benachbarten Europäischen Hof hat man möglicherweise ähnliches vor, denn er ist zur Zeit komplett eingerüstet.
16.05.2019 – Gertelbach-Wasserfälle
Bühl, zu Baden-Baden gehörend, ist von dort rund 20 Straßenkilometer entfernt. Bei dem Örtchen Bühlertal stellen wir unser Auto ab und bald geht es zwischen blühendem Ginster von 350 auf über 800m hinauf.
Auf dem geschotterten Waldweg kommt uns ein Langholzwagen entgegen, der dank lenkbarem Nachläufer tatsächlich um die engen Kurven kommt.
Schnell noch mal testen, ob das noch genauso gut geht wie vor 60 Jahren, bevor diese Stämme auch abgeholt werden…
Vom höchsten Punkt unserer Wanderung auf der Bühler Höhe geht es langsam bergab durch den auch hier in üppigstem Grün stehenden Wald in Richtung der Wasserfälle.
Nach fast 10km haben wir dann die oberen Fälle erreicht und steigen langsam ab.
Bei schneller Kamera-Verschlusszeit kann man sehen, wie das Wasser die Granitbrocken umspült.
Im unteren Drittel wird der Gertelbach wieder etwas ruhiger und eine Bank lädt zu kurzer Rast ein. In der Hochsaison wird das wahrscheinlich nicht möglich sein, wie die Kapazität der Wanderparkplätze vermuten läßt, auf denen wir heute morgen noch alleine standen.
Jetzt normalisiert sich der Bach langsam wieder und nach rund 4 Stunden und 14km sind wir wieder am Auto.
17.05.2019 – Zur Yburg
Heute ist der letzte Tag unserer Baden-Baden Woche, den wir bei vorausgesagtem Sommerwetter mit einer Wanderung zur nahe gelegenen Yburg verbringen wollen. Meine letzte Erinnerung an die Yburg ist eine Wanderung, die etwa 60 Jahre zurück liegt, von der ich noch eine kleine Plastik-Anstecknadel habe, die ich auf einem Bild aus dieser Zeit stolz am Hemd trage.
Unsere heutige Wanderung beginnt in dem Weinort Neuweier, wo wir das Auto an der Kirche abstellen und in Richtung der Burg gehen, die weithin sichtbar ist.
Im Grunde ist nur der vordere Bergfried zu sehen und das Restaurant, das auf den Grundmauern des ehemaligen Palas errichtet wurde.
Der Anstieg ist ziemlich steil und führt anfangs noch durch die Weinberge, bald aber durch den Wald, der den Hügel rund um die Burg bedeckt.
Bald erreichen wir die Außenmauern der Ruine, die nach mehrfacher totaler Zerstörung zumindest wieder teilrestauriert wurde.
Schon von hier aus bietet sich ein toller Blick über die zahlreichen Hügel der Badener Landschaft.
Das Restaurantgebäude wurde im Schwarzwälder Stil errichtet, dort werden wir gleich einen Kaffee trinken.
An gleicher Stelle saß ich 1957 mit Tante und Schwester… außer den Tischen und den Stühlen scheint sich nicht viel verändert zu haben.
My beautiful picture
Vorher geht’s heute aber noch über eine endlose Treppe hinauf auf den Bergfried, den man inzwischen zum Aussichtsturm umgebaut hat.
Hier oben ist die Aussicht natürlich nochmal ein bißchen besser.
Von der kleinen Terrasse des Restaurants schaut man auf das Dorf hinunter, von dem wir gestartet sind und zu dem wir nachher auf einem anderen Weg zurückgehen werden.
Ein letzter Blick und wir machen uns auf den Rückweg, der zunächst ein Stück über die normale Zufahrtsstraße führt…
…dann aber in teils recht abenteuerlichem Stil querfeldein nach unten geht.
Die letzten Meter gehen wieder durch Weinberge, wo man stellenweise kleine Blumenstreifen gesät hat, um die Bienen anzulocken.
Ein paar sonnige Novembertage sind vorausgesagt… das ruft nach einer Herbstwanderung! Wir entscheiden uns einmal mehr für die Vulkaneifel und fahren Richtung Gerolstein. Zu Hause sind wir bei 14° losgefahren, je näher wir dem Ziel kommen, desto weiter sinkt das Thermometer ab, bis es bei rund 5° stehen bleibt… das könnte frisch werden, nur mit Hemd! Immerhin verspricht es anscheinend, tatsächlich ein sonniger Tag zu werden und wir machen uns vom Parkplatz am Bahnhof auf in Richtung der Dolomit-Felsen, die über die Stadt ragen…
Bald haben wir die Häuser hinter uns gelassen und können auf die Stadt herunterschauen, wo die Sonne den letzten Herbstnebel vertreibt…
Die Munterley ist die erste Station, von der man einen schönen Blick auf diesen Teil der Vulkaneifel hat und auf einer Schautafel die gesamte Wanderstrecke in Form einer Acht sehen kann.
Das nächste Ziel ist die Buchenlochhöhle…
…die man wohl selten im Jahr so für sich alleine hat.
Weiter geht es durch abwechslungsreiche Landschaft, sowohl vermooste Felsen…
…als auch sonnige Wiesen mit schönem Fernblick, auch wenn immer noch über allem ein leichter Dunstschleier liegt (immerhin hat das Thermometer mittlerweile die 10° Marke überschritten).
Das Herbstlicht zaubert goldene Buchenwälder, noch hat es wohl nicht ausreichend Frost gegeben, um alles zu entlauben.
An der Hustley lädt eine Hütte zur Rast ein, wir nehmen fürs Frühstück aber „draußen“… (ohne Kännchen).
Ein paar Kilometer weiter erreicht man den Aussichtspunkt Dietzenley, wo es sowohl einen hölzernen Aussichtsturm…
…als auch ein darunter liegendes Areal gibt, das mit Geländer gegen zu starken Touristenschwund gesichert ist.
Nach rund viereinhalb Stunden kehren wir auf zum Teil schmalen Waldpfaden wieder nach Gerolstein zurück und besuchen noch kurz die Ruine der Löwenburg…
…bevor wir zum vorgezogenen Abendessen ganz in die Stadt absteigen, während man im Hintergrund die Dolomitfelsen sieht, die das erste Ziel der Tour gebildet hatten.
Startpunkt ist diesmal ein Parkplatz zwischen Schule und Maternus-Stift in Altenburg, einem kleinen Ortsteil von Altenahr. Hier beginnt ein schöner Rundweg, wie üblich erstmal mit einem Aufstieg. Oben angekommen, ist die Sonne noch nicht durchgekommen, allerdings hat der Nebel in und über den Tälern auch seinen optischen Reiz.
Bald geht es durch Waldgebiet, wo es sogar schwebende Bäume gibt…
Stellenweise ist die Strecke schon ziemlich ausgetreten und das lose Schiefergestein möchte man nicht bei Nässe gehen müssen…
Die Eichen krallen sich überall fest und verwachsen stellenweise richtig mit dem Fels.
Nach etwa 5-6km können wir auf die Burg Are schauen, der wir uns noch in der vergangenen Woche von der anderen Seite des Ahrtals genähert hatten…
Als wir unten sind und wieder auf die Burgruine zugehen, stellen wir fest, daß wir auf dem Radweg gelandet sind, was sich aber dank GPS mit einer kurzen Querfeldein-Einlage heilen läßt.
Jetzt sind wir auf dem richtigen Uferweg an der Ahr, über den es zurück an unseren Ausgangspunkt in Altenburg gehen soll.
Leider ist die entscheidende Brücke über die Ahr von einem Unwetter weggerissen worden (was uns schon einige entgegenkommende Wanderer gesagt hatten), weshalb wir noch einmal mit dem GPS einen Umweg suchen müssen, der uns wieder ein Stück den Berg hinauf führt.
Oben stoßen wir dann aber wieder auf den Weg, der uns zum Parkplatz zurückführt, alles gut, schöne Wanderung, schönes GPS!
Ein weiterer Spätsommertag mit idealem Wanderwetter lädt ein und wir fahren die rund 80km bis Gemünden bei Daun, wo unsere Wanderung rund um die drei bekannten Dauner Maare (Gemündener Maar, Weinfelder Maar (Totenmaar), Schalkenmehrener Maar) beginnt.
Entlang der rot-weißen Linie geht es zunächst am Gemündener Maar vorbei in Richtung Totenmaar…
…vorbei an herbstlich leuchtenden Bäumen oder auch schonmal mit GPS querfeldein.
Schon bald haben wir das Totenmaar passiert und sehen schon das Dorf hinter dem Schalkenmehrener Maar, wo wir eine Kaffeepause einlegen.
Sowohl im Dorf…
…als auch rund um das Maar ist der Herbst nicht zu übersehen.
Auf dem Rückweg kommen wir über den Mäuseberg, von dem man einen tollen Blick über die Vulkaneifel hat.
Hier steht auch der Dronketurm, mit dem man seine Aussichtsposition um weitere 10m erhöhen kann.
Oben hat man an der Brüstung kleine Bronzetafeln angebracht…
…die den Ausblick näher erläutern.
Irgendwo da hinten…
Auf dem Rückweg nehmen wir eine andere Route, die streckenweise durch den Wald führt. Das Herbstlicht und seine Farben sind nicht zu toppen.
Der Sommer will nicht zu Ende gehen und wenn das auch in Bezug auf den Klimawandel bedenklich ist, so bietet es uns doch unerwartet schönes Wanderwetter. Wir fahren mit dem Auto nach Dernau und parken direkt am Bahnhof. Hierhin wollen wir heute abend mit dem Zug zurückkommen.Direkt nach dem Aufstieg in Dernau bietet sich ein herrlicher Blick über das Ahrtal
Unerwarteterweise geht es stellenweise durch Wald…
und felsige Abschnitte…
…hier hat der Wald eine natürliche Tränke für die Vögel geschaffen.
Die Weinlese hat begonnen und die noch nicht abgeernteten Rebstöcke hängen dieses Jahr ungewöhnlich voll…
Oberhalb von Rech führt der Rotweinwanderweg mitten durch die Weinberge…
…schon kann man auf der anderen seite die Saffenburg sehen…
…deren der Sonne zugewandter Hang auch komplett mit Wein bepflanzt ist.
Auch wenn es der Rotwein-Wanderweg ist, werden inzwischen auch weiße Trauben angebaut.
Jetzt ist schon mehr als die Hälfte der rund 12km langen Wanderstrecke bewältigt…
…und man kann schon den Bergfried der Burg Are bei Altenahr erkennen.
Da müssen wir natürlich auch rauf!
Von hier oben hat man den optimalen Überblick – unterhalb des gegenüberliegenden Waldes ist der Weg zu sehen, den wir gekommen sind.
Die Hoffnung, in Altenahr ein paar neue Strümpfe zu bekommen, zerschlägt sich leider… der mindestens 60 Jahre alte Automat ist z Zt unpäßlich…
…und so erreichen wir rechtzeitig den Bahnhof von Altenahr, um zurück nach Dernau zu fahren.
Der Wetterbericht hat einen traumhaft schönen Spätsommertag angekündigt und wir fahren noch einmal nach Manderscheid, um diesmal aber keinen Rundweg zu wandern, sondern die komplette Etappe Manderscheid – Wittlich, die rund 25km lang ist. Los geht es querfeldein mittels GPS in Richtung Lieserpfad von einem Parkplatz aus, der mitten in der Stadt liegt, weil dort in der Nähe die Haltestelle für den Bus ist, der uns heute abend von Wittlich zurückbringen soll.
Hier läuft der Wanderweg etwa 10-20m über der Lieser…
…die Herbstsonne taucht alles in ein traumhaftes grünes Licht. Bald schon müssen Hemd aus und Hosenbeine ab…
…und wir können gar nicht nachvollziehen, weshalb es außer uns praktisch keine Wanderer hier zu geben scheint.
Bald haben wir wieder die Robertskanzel erreicht, deren Ausblick wir auch schon letzte Woche auf unserem Rundweg genossen haben…
…und deren Befestigung auf lose gestapelten Schieferbrocken man besser nicht weiter überdenkt.
Weiter geht es wie im Märchen…
…die Witterungsbedingungen sind heute wirklich kaum zu toppen.
Einigermaßen trittsicher sollte man in diesem Streckenabschnitt schon sein…
…denn stellenweise geht es recht steil runter, so daß man sich an dem bröseligen Weg ein Sicherungsseil gewünscht hätte…
…das es dann dafür an anderen Stellen gibt, wo man eh nicht tief hätte fallen können.
Hier und da mußte der Weg schon mit Holzkonstruktionen befestigt werden, das Gelände ist halt ständig in Bewegung.
Eine erste Rast mit herrlichem Ausblick.
Die stark bemoosten Steine weisen darauf hin, daß es hier wohl sehr oft feucht ist.
An manchen Steigungen hat die Natur ein paar hilfreiche Stufen geschaffen.
Immer wieder gibt es Blicke auf die Lieser, hier mit einem natürlichen Bogen, den ein umgestürzter Baum geschaffen hat.
Die eher notdürftig reparierte Karl Kaufmann Brücke im letzten Viertel der Strecke, die auch schon bessere Zeiten gesehen hat.
Immer wieder gibt es Felsbruch aus dem losen Schiefergestein…
…und wir sind pünktlich an der Bushaltestelle in Wittlich, um zurück nach Manderscheid zu fahren (auch wenn der Bus dann 20 Minuten Verspätung hatte).
Der vielleicht vorerst letzte Spätsommertag ist vorausgesagt und wir fahren ein Stück weiter als sonst bis Manderscheid, wo man direkt unter der Burg parken kann und von wo man nach etwa 1,5km auf einem schönen Rundweg landet.
Anfangs noch verhältnismäßig unspektakulär, verlaufen Grafschaft-Pfad, Lieserpfad und Eifelsteig nach einiger Zeit gemeinsam…
Trotz der extremen Trockenheit dieses Sommers scheint es zumindest in dieser Ecke noch genügend Feuchtigkeit für das Moos gegeben zu haben.
Unterwegs gibt es einige Blockhütten, die als Schutz für Wanderer gedacht sind, wenn das Wetter mal nicht so sonnig ist wie heute.
Von einer der Hütten kann man direkt auf den Burggraben schauen, der aus einem stillgelegten Arm der Lieser entstanden ist…