Toronto

Samstag, 5. Mai 2018 – Aussichten

Während sich hier gerade ein stabiles Langzeithoch mit bis zu 30° breit macht, sind die Aussichten für Toronto nicht ganz so berauschend.

Naja, der Wetterbericht irrt sich auch gelegentlich, wenn es um mehr als drei Tage geht, wir lassen uns überraschen…

Sonntag, 6. Mai 2018 – Ankunft

Während die Fahrt nach Frankfurt noch sonntäglich ruhig war, begannen die Probleme dort mit dem Versuch, ins Parkhaus einzufahren. Wie schon öfter praktiziert, hatte ich im Vorfeld eine Parkgenehmigung im Netz gebucht und bezahlt, für die ich mir weisungsgemäß einen OR-Code ausgedruckt hatte… den der Scanner an der Parkhaus-Einfahrt aber nicht akzeptierte. Da es nirgends einen Störungsknopf, eine Telefonnummer oder eine Adresse gab, an die man sich hätte wenden können, zog ich letzten Endes einen Parkschein, um reinzukommen. Wie das in 14 Tagen bei der Ausfahrt enden wird, werden wir dann sehen.

Da wir bis auf das Parkhausproblem relativ gut durchgekommen waren, hatten wir rund drei Stunden Zeitüberschuß vor Abflug, was sich noch als Glück erweisen sollte. Der erste Condor-Mitarbeiter am Check In las zwar aufmerksam unsere Unterlagen und suchte uns auch im System, um uns aber dann mitzuteilen, daß er alle Reisende abfertigen könne, bis auf die, die nach Kanada oder die USA wollten, die müßten ‚da hinten um die Ecke‘ an den Schalter…
‚Da hinten um die Ecke‘, wo schon verdächtigerweise niemand anstand, gab man sich redlich Mühe uns klarzumachen, daß wir nicht einfach von der Seite kommen könnten, sondern mit unserem ganzen Gepäck gefälligst durch die Vereinzelungsschlangen gehen sollten… auch wenn sie nicht zuständig waren, sie machten nur USA.

‚Vielleicht da drüben‘ stellten wir uns also brav an, zum Glück war die Schlange noch überschaubar. Nein, Kanada kann er gerade nicht machen, bedeutete uns der freundliche Mitarbeiter, als wir endlich dran waren, da sein Abfragegerät für die eTA Einreisebestimmungen ausgefallen sei. Wir könnten aber direkt zum Nachbarschalter gehen, fügte er dann hinzu, als unser Unmut darüber langsam sichtbar wurde. Der Nachbar bemühte sich dann auch, konnte aber nur eine der vorher im Netz getätigten eTA Anmeldungen verifizieren, die andere wurde nicht angenommen. Das könne daran liegen, daß bei der Eingabe der Pass-Nummer ein O mit einer 0 verwechselt worden sein könnte, jedenfalls müsse eine neue eTA Genehmigung im Internet beantragt werden, sonst sei keine Abfertigung möglich.
Die erste halbe Stunde war weg und wir suchten einen Ticket Schalter, wo man angeblich auch eTA Genehmigungen bekommen konnte. Das könne sie machen, sagte die Dame zu mir, um daraufhin mit mir gemütlich zu einem anderen Schalter am anderen Ende des Flughafens zu schlendern, denn sie hat dort keinen Internetzugang. An diesem anderen Schalter entbrannte dann eine längere Diskussion unter den Angestellten, die dafür alle ihre Kunden stehen ließen… Gegenstand der türkischsprachigen Beratung war offenbar die Frage, wer denn jetzt diese Aufgabe erledigen könnte, letzten Endes einigte man sich darauf, per Telefon einen weiteren Mitarbeiter von irgendwoher im Flughafengelände hinzuzuziehen. Als der dann endlich eintraf und sich mit wichtiger Miene am Schalter niederließ, dauerte es nur noch weitere 10 Minuten, bis dann die neue eTA per eMail eintraf. „Das kostet dann 60 Euro“ säuselte die Dame, super… das war ja kaum etwas mehr als das Vierfache der Summe, was ich im Internet dafür bezahlt hatte…
Glücklicherweise durfte ich auf Nachfrage unter den erbosten Augen der anderen Schlangesteher wieder zu dem Check In, an dem ich es schon vorher vergeblich verucht hatte und wir schafften es doch noch ‚in time’…

Bei strahlendem Wetter ging es dann die neun Stunden Richtung Toronto. Der Komfort war zwar nicht ganz Lufthansa like, aber ausreichend und es gab leckeres Essen, was im Flieger heutzutage ja eh schonmal ungewöhnlich ist.
In Toronto gab es dann eine ziemlich langwierige Einreiseprozedur, die mit Self Passport Control am Automatenscanner begann und beim üblichen Immigration Officer noch lange nicht endete, denn am baggage claim war zwar unser Flug angezeigt und das Band lief auch mehrmals an, aber es tat sich nicht wirklich was. Als dann nach einer weiteren halben Stunde endlich die ersten Koffer aufs Band purzelten, hatte die Einreise schon weit über eine Stunde gedauert.
Die Suche nach der Autovermietung entpuppte sich als nächses Problem, das nur am Infostand zu lösen war. Ohne wirklich sichtbare Hinweise mußte man dann mit allen Koffern durch eine Nebentür aus dem Flughafengebäude raus und über die Strasse, wo irgendwo unten an einem Parkhaus eine kleine schäbige Hütte stand, in der ein einziger Mitarbeiter stand, der die Schlange bediente. Als ich nach einer weiteren halben Stunde endlich dran war, hatte ich hier wenigstens das zweifelhafte Glück, schon aufgrund des Vorjahresaufenthaltes in New York im Alamo System erfasst zu sein, was die Prozedur erheblich verkürzte bzw. auf das Ablehnen der ganzen Zusatzfeatures beschränkte, mit der jeder Urlauber über den Tisch gezogen werden soll. Dank unseres mitgebrachten Navis waren wir deshalb in weniger als einer halben Stunde am Zielort, trotzdem zweieinhalb Stunden nach unserer Ankuft, wo es mittlerweile dunkel wurde und sich im 30. Stock ein herrlicher Ausblick auf die Nachbarschaft und die Skyline von Toronto bot.

Montag, 7. Mai 2018 – Humber Bay Park

Am nächsten Morgen ließ sich der Nachtansicht des Vorabends auch die Tagesansicht gegenüberstellen. Jetzt löst sich auch das Rätsel der Autobahn im Nachtbild der Skyline: es ist das Geländer des Balkons, auf das ich die Kamera beim Nachtbild stellen mußte, um nicht zu verwackeln. Unten sieht man den Humber Bay Park, in dem wir heute mal etwas spazieren gehen wollen.

Auch das andere Nachtbild gibts in der Tagversion, mit einem Zipfel des Yachthafens…

…der sich direkt unter unserem Fenster erstreckt.

Im Humber Bay Park gibt es außer einem grandiosen Blick auf die Skyline auch jede Menge Vögel, darunter auch den Rotschulterstärling mit weniger melodischer als kräftiger Stimme.

Hier beginnt der Frühling gerade erst, der bei uns schon vorbei ist, was man unter anderem auch an den gerade aus wärmeren Regionen zurückkehrenden Gänsen sehen kann…

die sich in großer Zahl draußen auf dem Meer sammeln

Vom Park aus hat man auch einen guten Blick auf die ‚lake shore‘ Hochhäuser…

…von denen wir eines im 30. Stock bewohnen.

Dienstag, 8. Mai 2018 – CN-Tower

Entgegen allen Befürchtungen ist es heute schon am frühen Morgen wolkenlos und der Sonnenaufgang über der Stadt verheißt einen traumhaft schönen Tag

Wir testen unsere Presto Card (RFID Ticket System) und fahren mit der Straßenbahn 501 Richtung Innenstadt, wo wir auf das Wahrzeichen der Stadt, den bereits in den 70er Jahren gebauten Fernsehturm wollen

Bereits von der ersten Besichtigungsebene aus kann man ‚unsere Hochhäuser‘ auf der anderen Seite der Bucht sehen

Der Blick ist bei dem klaren Wetter beeindruckend, der Großraum Toronto erstreckt sich allseitig bis zum Horizont…

…und langsam wird der kanadische Goldrausch nachvollziehbar… wie man sieht, gibt es hier Häuser aus echtem Gold!

Nettes Gimmick am Rande: ein Glasboden für Unerschrockene

Morgen, wenn es zu den Niagarafällen geht, soll das Wetter noch wärmer sein als heute.

…wäre nicht schlecht!!

Mittwoch, 9. Mai 2018 – Niagara Falls

Die Fahrt beginnt morgens um 08:30 am vereinbarten Treffpunkt in der Stadt, von da aus geht es etwa eine Stunde bis zum Touristenörtchen Niagara On The Lake, wo es außer Andenkenläden auch noch ein paar schöne alte Häuser gibt… und wo der Frühling gerade einzieht, der bei uns zu Hause schon vorbei ist.

Mit ein paar kurzen Halts geht es dann zu den Fällen, die um diese Jahreszeit noch nicht ganz so stark frequentiert sind, aufgrund des außergewöhnlich schönen Wetters heute aber doch schon. Vorne sieht man die kleineren Fälle auf der amerikanischen Seite, im Hintergrund die mehr als dreimal so breiten Horseshoe Falls der kanadischen Seite.

Entlang dem Rand der Schlucht kann man bis zum Table Rock gehen, wo die Wassermassen runterstürzen…

…und dabei den abwechselnd von amerikanischer und kanadischer Seite startenden Booten zuschauen, die zur Gemeinschaftsdusche fahren.

Das muß natürlich auch selbst ausprobiert werden… beim Boarding gibt es einen roten Plastikponcho, der das schlimmste verhindern soll…

…was ihm allerdings nur suboptimal gelingt.

Am Nachmittag geht es dann wieder zurück und gegen 18:00 Uhr sind wir wieder an unserem Auto. Ein schöner Tag mit traumhaftem Wetter… so kann’s weitergehen!

Donnerstag, 10. Mai 2018 – Toronto Island

Am Vormittag geht es wieder mit der Straßenbahn (die hier übrigens ’streetcar‘ heißt) in die Stadt, wo es im Hot Black Coffee ein zweites Frühstück gibt. Die Stadt ist nicht nur bei den Verkehrsmitteln eine Mischung aus alt und neu, auch die Architektur hat oft diesen Kontrast.

Über den PATH gelangen wir zunächst in die alte Union Station, die fast dem Grand Central von New York Konkurrenz machen kann…

…von da sind wir bald an dem Fähranleger, wo die Boote zur vorgelagerten Insel Toronto Island abfahren.

Auf dem Boot gibt es um die Zeit deutlich mehr Schwimmwesten an der Decke als Passagiere, die Überfahrt dauert auch nur wenige Minuten.

Noch ist das Wetter ganz angenehm, aber es ziehen langsam Wolken und eine stärker werdende Brise auf.

Die Insel ist nicht allzu aufregend, es gibt kleine Siedlungen von Wochenendhäusern und mehrere Café’s, deshalb trinken wir einen Kaffee, spazieren danach ein paar Schritte am befestigten Ufer entlang…

…und machen uns auch bald wieder auf den Weg zurück zum Anleger, denn inwischen sieht das Wetter nicht mehr ganz so vertrauenerweckend aus.

Als wir wieder heil drüben sind, verschwinden wir schnell vor dem erwarteten Regen wieder im PATH, wo es auch eine interessante Fressmeile gibt, um uns dann nach einer Stärkung wieder mit der Tram auf den langen Weg zurück nach Hause durch die rush hour zu machen.

Freitag, 11. Mai 2018 – Casa Loma

Heute ist das extrem wechselhafte Wetter mal bedeckt und etwas kühler, weshalb wir beschließen, die heutige Schlacht im Saale stattfinden zu lassen. Da die Fahrt mit der Straßenbahn zwar bedingt romantisch, ansonsten aber hauptsächlich recht langsam ist, fahren wir mit dem Auto zum schloßähnlichen Casa Loma, was immerhin auch eine dreiviertel Stunde dauert. Es wurde vor dem ersten Weltkrieg von einem kanadischen Millionär gebaut und erinnert etwas an das Hearst Castle in Kalifornien, das etwa 10 Jahre später erbaut wurde und noch deutlich pompöser ist.

Für die damalige Zeit ist die Technik stellenweise verblüffend, so z.B. eine Art ‚Wellness-Dusche‘ mit Rundum-Düsen

Leider hat der Erbauer selbst nicht lange in seinem Traumhaus wohnen können, weil ihm irgendwann das Geld ausging.

Von den diversen Türmen aus hat man einen guten Blick dorthin, wo früher das Meer zu sehen war… und heute die Großstadt. Damals erstreckte sich zu Füßen des Schlosses das Armenviertel der Stadt, einige der kleineren Häuschen sind auch heute noch im Vordergrund zu sehen.

Auch einige der Autos des ehemaligen Besitzers sind noch in den Ställen zu bewundern…

…und am Nachmittag machen wir uns wieder auf den Heimweg, wo wir noch einen Spaziergang in den Humber Bay Park machen, der ja direkt unter unserer Wohnung liegt.

Samstag, 12. Mai 2018 – China Town – Kensington Market

Nach fast einstündiger Straßenbahnfahrt sind wir an der Queen Street West, wo wir wieder in dem kleinen roten Café frühstücken, das man zwischen den Hochhäusern kaum findet.

Der ‚Patio‘ gleicht zwar mehr einem Gefängnishof, aber der Kaffee und das selbst gebackene Brot sind unschlagbar.

Von hier aus geht es zur Spadina Avenue, wo in nördlicher Richtung China Town beginnt…

…und von wo aus wir durch eine Straße mit kleinen, älteren Wohnhäusern bald in die Region Kensington Market kommen.

Hier gibt es etliche echte Graffitis, die weit über das bei uns übliche Geschmiere großer Buchstaben hinausgehen…

…und auch einige Kuriositäten.

Sonntag, 13. Mai 2018 – Weekend Recreation

Es ist Sonntag und die erste Urlaubswoche ist rum. Unter unserem Fenster füllen sich langsam die Parkplätze des Humber Bay Parks, die Leute wollen den schönen Sonntag für ein wenig Wochenenderholung nutzen.
An einem der Teiche steht eine ganze Gruppe von Leuten, die ihre ferngesteuerten Segelboote schwimmen lassen…

…andere gehen nur spazieren, denn der Blick auf die Skyline ist heute besonders klar…

Überall im Gelände sitzen kleine Gruppen, teilweise mit Grills oder auch nur mit Lagerfeuer, das scheint hier offenbar erlaubt zu sein, denn die vielen Feuerstellen waren uns schon länger aufgefallen.

Wir kochen aber heute mal zu Hause…

…und genießen abends die zur Zeit besonders klare Sicht auf die Stadt-

Montag, 14. Mai 2018 – Bike Fun

Heute ist bestes Wetter angesagt und wir gehen zur nächstgelegenen Fahrrad-Mietstation, wo wir nur so eine kleine Plastikkarte in den Kassenautomat stecken müssen und schon zwei Farräder entnehmen dürfen.

Diese Verleihstationen sind recht zahlreich und überall in der Stadt verteilt, manchmal nur 500m voneinander entfernt, meistens aber etwas weiter. Bringt man das entliehene Rad innerhalb einer halben Stunde an einer beliebigen Station zurück, ist der Fahrpreis im Grundpreis enthalten. So kann man immer mal wieder an einer der Stationen eine Pause einlegen und sich anschließend ein neues Rad nehmen… genau so machen wir es heute auch. Bald schon sehen wir unsere Häuser nur noch von weitem im Dunst…

Im Hafenviertel von Toronto, wo noch einige alte Schoner vor Anker liegen, machen wir eine Kaffeepause…

…und machen uns am frühen Nachmittag langsam wieder auf den Rückweg.

Etwas abseits liegt auf dem Weg der relativ große High Park, dem wir noch einen kurzen Besuch abstatten, um die Kirschblüte zu sehen, von denen hier sogar in den Nachrichten geschwärmt wird.
Letztlich überzeugt uns das Eis dann aber mehr, an Kirschblüte haben wir in Bonn mehr zu bieten… aber die Japaner scheinen voll darauf abzufahren…

Am frühen Abend sind wir dann nach etlichen Fahrradwechseln wieder an unserer Ausgangsstation bei den Steinmännchen am Lake Ontario und… ein bißchen platt.

Dienstag, 15. Mai 2018 – Ripley’s Aquarium

Heute ist der erste Regentag und da wir nicht ständig in irgendwelchen Geschäften Schutz vor den Schauern suchen wollen, gehen wir ins Aquarium, das sich direkt neben dem CN Tower befindet.

Es ist zwar nicht revolutionär, da es mittlerweile sogar in Köln und Königswinter welche gibt, die da locker mithalten können, aber es ist zumindest ganz interessant und besser, als durch den Regen zu laufen.

Nemo und Dorie haben sich inzwischen anscheinend zu einer beachtlichen Großfamilie hochgearbeitet

Am späten Nachmittag kommt dann die Sonne doch wieder raus und wir gehen die Uferpromenade bei uns am Lake Shore Boulevard zur Abwechslung mal in die andere Richtung.

Unter dem Dach eines Pavillions bauen die hier ansässigen Rauchschwalben ihre Nester…

…und es gibt wieder jede Menge Steine für die Sammlung zu Hause.

Mittwoch, 16. Mai 2018 – Edwards Gardens – Scarborough Bluffs

Heute wollen wir uns die Steilklippen im Osten Torontos ansehen, die Scarborough Bluffs. Auf dem Hinweg machen wir einen Schlenker zu den Edwards Gardens, einem Teil des botanischen Gartens. Leider hat der Saisonbetrieb dort noch nicht begonnen, weshalb einige Teile noch gesperrt sind, aber einige Sachen kann man sich trotzdem schon ansehen, wie z.B. die Judasbäume, die es hier auch in einer weiß blühenden Variante gibt.

Auch an den Bluffs ist erfreulich wenig los, obwohl das Wetter kaum besser sein könnte.

An der Bluffers Sand Beach kommt man sich vor wie am Meer, auch wenn das hier ein Süßwassersee ist.

Wir finden ein paar Stühle, in denen man genüßlich zuschauen kann, wie ein paar Urlauber die Schwimmfähigkeit ihrer gemieteten Strandbuggies testen.

Mit Hilfe des Navis kommen wir über ein paar Umwege oben auf die Klippen, wo man unsere Stühle sehen kann… und sich der Buggy wohl inzwischen freigestrampelt hat.

Am Nachmittag fahren wir wieder nach Hause, wo erstmals die Boote der vor der Hochhaussiedlung liegenden Marina rausgefahren sind.

Donnerstag, 17. Mai 2018 – Besuch

Am bisher wärmsten Tag des Urlaubs hat sich Besuch aus New York angekündigt, dummerweise ergibt sich aber am Startflughafen eine Verzögerung, so daß in Pearson Warten angesagt ist…

Gegen Mittag ist es dann doch so weit und wir schaffen es gerade noch, einen Abstecher in die Wohnung am Lake Shore Boulevard zu machen, um uns von dort nach einem schnellen Blick vom Balkon auf den Ontario See…

…auf den Weg in die Stadt zu machen, wo wir fürs Mittagessen einen Tisch oben im CN Tower bestellt haben.

Das Essen ist zwar eher Nebensache, auch wenn die Kombination von französischer Esskultur auf dem Teller und amerikanischer in Dosenform auf dem Tisch einen gewissen Erlebniswert hat…

…aber der Blick über die Stadt aus dem sich langsam drehenden Restaurant ist schon beeindruckend.

Nach dem Essen darf man noch auf 2 der Aussichtsplattformen, eine davon hinter Glas…

…die andere ‚open air‘ hinter Schutzgittern.

Am späten Nachmittag gibt es dann ‚zu Hause‘ einen Spaziergang durch den Humber Bay Park…

….und am Abend eine Sushi Orgie auf dem Balkon, wo es sich erstmals temperaturmäßig aushalten läßt, bis die Dunkelheit einsetzt.

Freitag, 18. Mai 2018 – Letzte Tage

Heute ist es ziemlich verregnet und wir treffen die ersten Vorbereitungen für die Abreise.

Das hier fehlende sonnige Wetter wird uns dazu von der Live Übertragung aus Windsor eingespielt, die hier seit den frühen Morgenstunden auf mehreren Kanälen läuft und wo es derzeit wohl Sonne satt gibt.

Am Nachmittag klart es etwas auf und wir machen einen kleinen Spaziergang am Seeufer, gegen Abend zieht dann eine ziemlich dichte ‚Suppe‘ auf, die kaum Skyline und Humber Bay oder unser benachbartes Hochhaus erkennen läßt

Am nächsten Morgen – unserem Abreisetag – sieht die Welt schon wieder deutlich freundlicher aus und wir machen uns nach dem Frühstück auf zu unserem letzten Spaziergang, um uns vom Ufer des Lake Ontario noch ein (bis zwei…) Andenken mitzunehmen.

Auf irgendeinem Wege sind recht viele Backsteine im See gelandet, die durch die vielen anderen – teilweise sehr harten – „Bachsteine“ im Laufe der Zeit rund geschliffen wurden… und dann Kerzenständer heißen.

(Nach Rückkunft hinzugefügt):
Jetzt zieren vier rund geschliffene Backsteine aus dem Ontario-See als Andenken zu Hause das Geländer unserer Hochterrasse. 

Die halbe Stadt scheint an diesem unserem letzten Sonntag am Lake Shore unterwegs zu sein und wir nehmen Abschied mit einem letzten Blick auf die berühmte Skyline.

Heute Nachmittag geht es dann zum Flughafen, wo am frühen Abend (hoffentlich) unser Flieger starten wird. Durch das Überqueren der Datumsgrenze fliegen wir so Sonntag abend ab und kommen Montag Vormittag an… wenn alles klappt könnten wir dann gegen Mittag zu Hause sein.

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Frühling im Ahrtal – Rundweg – Teufelsloch – Schrock

Heute ist es fast sommerlich – in den nächsten Tagen soll es aber noch deutlich wärmer werden, deshalb ziehen wir heute los. An der Martinshütte oberhalb von Altenahr ist ein Wanderparkplatz, von wo wir starten.

Noch ist es leicht diesig, aber überall blühen bereits die Schlehen auf unserem Weg hinunter nach Altenahr.

Es geht durch Altenahr vorbei an den schroffen Felsen, die man oben schon mit einigem Eisen sichern mußte, damit der Touristenschwund nicht allzu hoch ist…

Um im zarten Frühlings-Grün nicht aufzufallen, wurde heute morgen extra die Laubfrosch Bluse angezogen.

Von unten kann man bereits das Teufelsloch sehen… da wollen wir hin!

Zwei Trolle beobachten uns beim Aufstieg zum Teufelsloch…

Why take the easy path if there’s a hard one…

Endlich am Teufelsloch…

Weiter geht es, von vielen Stellen hat man einen grandiosen Blick bis zum Siebengebirge…

Auch auf dem Rückweg zum Parkplatz geht es überall durch blühende Bäume…

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Herbstfarben an der Ahr – rund um Mayschoß zur Saffenburg

Heute soll laut Wetterbericht erstmal der letzte einigermaßen warme Herbsttag sein, auch wenn das Wetter eher bedeckt bleiben soll. Die fehlende Sonne stört beim wandern eher weniger, denn auf dieser Rundtour geht man mehrmals auf die Hügel der Weinberge… und auch immer wieder runter.
Vom Parkplatz am Bahnhof in Mayschoß geht es durch die bunten Berge hinauf…

…an den Farben kann man sich gar nicht satt sehen

Schon bald kann man vom Gipfel des Ümerich hinunterschauen, wo am Bahnhof unser Auto steht, daneben ein um die Zeit erstaunlich gut besuchter Trailer Park.

Es geht wieder runter, vorbei an weiteren bunten Weinbergen, wo die Spätlese noch zwischen bizarren Blattmustern an den Reben hängt…

…doch bald geht es wieder hoch… und langsam wird es warm!

Zwischendurch passieren wir ein Stück felsiges Gelände, dessen Ausgang mitten durch einen Weinberg führt

Nach dem Abstieg in den Weinort Rech und erneutem Aufstieg erreicht man nach etwa 8 der insgesamt rund 12km wieder die Ortsgrenze von Mayschoß, gut auf einem Aussichtspunkt in Szene gesetzt mit einer offen stehenden Tür…

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Ruine der Saffenburg, unserer letzten Station, bevor es wieder runter geht, zurück zum Parkplatz.

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Römerpfad bei Trier

Die heutige Wanderung beginnt nahe der alten Heimat am Wanderparkplatz in Butzweiler…

…die wir auch bald über einen Waldweg erreichen. Hier haben die Römer Kupfer und davon abstammende Mineralien abgebaut.

Als wir aus dem Wald heraustreten, hat sich zwar der Nebel noch nicht ganz verzogen, die Herbstfarben der Bäume kann man trotzdem gut sehen…

Vorbei an der römischen Langmauer geht es jetzt in Richtung Genovevahöhle

Die Grotte sieht aus wie vor 60 Jahren, allerdings war mir da noch nicht aufgefallen, wie bröselig die Decke ist…

Wir gehen weiter und machen noch kurz Station an der ebenfalls beeindruckenden Klausen-Höhle…

…bevor wir weitergehen zur Burg Ramstein, wo uns eine Tasse Kaffee erwartet.

Wie die meisten Bauten hier in der Gegend ist auch diese Burg überwiegend aus dem weichen Moselsandstein gebaut, an dem stellenweise der Zahn der Zeit in beängstigender Weise nagt…

Der Rückweg führt uns schließlich durch das Butzbacher Tal, wo man die Uferwege unter anderem mit einigen Hängebrücken befestigt hat.

Eine schöne Wanderung bei optimalem Wetter!

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Herbst an der Ahr – rund um Heppenheim

Heute ist wunderschönes Wetter angekündigt und wir fahren wieder mal ins Ahrtal, um die Herbstfärbung der Weinberge zu sehen.
Von Heppenheim aus geht es zunächst etliche Stufen hinauf bis zur Maria-Hilf Kapelle, wo die etwa 10km lange Rundstrecke beginnt, die wir uns für heute vorgenommen haben…

…von dort gehts durch herbstlichen Wald…

…hinauf zur Ruine der Landskrone, auch wenn dort im Grund nur noch das Fundament des ehemaligen Bergfrieds besteht, das heute als Aussichtsplattform dient. Von hier hat man einen Blick auf Bad Neuenahr und die Autobahnbrücke…

…das strahlende Wetter gestattet einen außergewöhnlichen Blick im Herbstlicht.

Von der Landskrone aus geht es in Richtung Rotweinwanderweg, die Maischehaufen auf den Feldern, die zur Düngung ausgebracht werden, kündigen die Weinberge an…

Je nach Rebsorte variiert die Färbung der Weinblätter, was von weitem besonders auffällt…

Erst aus der Nähe sieht man die teils sehr ungewöhnliche Färbung der Blätter, die im Sonnenlicht besonders zur Geltung kommt…

Auf dem Rückweg im zweiten Teil des Rundwegs sieht man im Sonnenlicht die Fäden des Altweibersommers wehen…

…dann geht es in traumhaftem Herbstlicht zurück nach Heppenheim.

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Von Ahrbrück zum Steinerberghaus

Heute soll es ein sonniger, aber nicht zu heißer Sommertag werden und wir starten vom Parkplatz in Ahrbrück, bald geht es schon durch üppiges Grün bergauf…

Oben hat man den Blick auf Ahrbrück und Kessling, das unterhalb des Steinerbergs liegt, unserem heutigen Ziel.

Heute sind jede Menge Schmetterlinge unterwegs… wir sehen Admiral, Pfauenauge, Zitronenfalter, Waldportier, Wiesenvögelchen, Schachbrett, C-Falter und auch der Kaisermantel ist recht zahlreich unterwegs.

Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichen wir das Steinerberghaus, das schon gut besucht ist… schließlich kann man ja auch mit dem Auto dorthin fahren.

Von hier aus hat man bei klarer Sicht den Blick über das gesamte Ahrtal bis zur hohen Acht.

Als wir uns auf den Rückweg machen wollen, versucht uns ein C-Falter zum Bleiben zu überreden…

Nach insgesamt viereinhalb Stunden und 16km sind wir wieder unten am Auto. Schön wars!

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Callantsoog – Noord Holland

11.06.2017

Am ersten Tag ist der Himmel noch recht bedeckt und es weht eine leichte Brise, trotzdem ist es noch angenehm warm und wir machen einen ersten kurzen Besuch am Strand.
Um diese Jahreszeit – kurz vor den Sommerferien – ist es hier noch vergleichsweise leer und man hat den Strand meistens ziemlich für sich alleine… und die Strandpavillons oft auch…

12.06. 2017

Heute ist es recht stürmisch, wir wagen die Strandwanderung bis Groote Keten trotzdem, fliegen dabei aber fast weg. Der Wind wird zum Sandstrahlgebläse und so verbringen wir den Abend lieber zu Hause, denn dort gibts einen Wintergarten, der alleine durch Tageslicht schon angenehm warm wird. Bei Sonne wird es dann allerdings auch schnell unangenehm…

13.06.2017

Heute ist Traumwetter angesagt und wir fahren nach Alkmaar, das bei diesem Wetter besonders einladend ist… mit gefühlten 1000 Straßencafés…

Nach längerem Suchen finden wir auch das (inzwischen umgezogene) Beatles Museum, allerdings ist es eher eine Sammlung aller möglicher Merchandise Artikel aus den Sechzigern und auch ganz neues. Wirklich persönliche Dinge gibt es eher wenig… muß man als Fan insofern nicht unbedingt gesehen haben…

Am Abend gibts dann ein Essen im Strandpavillon ‚De Toko‘ mit anschließenden Verdauungsspaziergang entlang des menschenleeren Strandes. Gibts schöneres?

14.06.2017

Nach dem Frühstück mieten wir uns im Dorf ein Tandem und fahren ganz mutig nördlich Richtung Den Helder.
Die Sonne brennt heute besonders erbarmungslos und das Tandem hat ein beachtliches Eigengewicht, so daß jede kleine Düne zur Herausforderung wird und schon bald die erste Rast erforderlich ist.

Bis Den Helder sind es fast 20km, das letzte Stück ist dann befestigter Deich…


Die Route endet am Fähranleger nach Texel…

…von hier aus kann man sehen, daß drüben auf der Insel gerade die Fähre ablegt…

…die dann auch wenige Minuten später eintrifft. Ganz schöner Brocken…

Als wir am späten Nachmittag wieder zurück sind in Callantsoog, sind wir ziemlich platt und ganz offenbar waren auch die Sättel nicht so ganz kompatibel mit unseren Allerwertesten…
Der Sonnenuntergang findet erst nach 22:00 Uhr statt und da es sich etwas bewölkt, scheint es, als hätten wir vom Wetter her genau die richtige Zeit erwischt.

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Ruppertsklamm bei Lahnstein

Nach dem ziemlich steilen Aufstieg gibts die erste Rast, während das Thermometer bereits die 25° Marke übersteigt.

Da die eigentliche Klamm relativ kurz ist, haben wir einen Weg gewählt, der eine zusätzliche Schleife durch den Wald zieht. Vorbei an einigen beschnitzten Baumstümpfen, wie z. B. diesem Krokodil:

Am Einstieg in die Klamm ist der Bach noch recht harmlos, zumal er zur Zeit nicht viel Wasser führt…

Langsam wird es steiler und man muß mehrmals den Bach überqueren…

Bald kann man nur noch mit einem Drahtseil gesichert weitergehen, was sicher weitaus eindrucksvoller ist, wenn der Bach mal ernsthaft Wasser führt…

Nach rund drei Stunden sind wir wieder unten am Ausgangspunkt. Es war ideales Wetter – vielleicht sogar etwas zu warm, nicht sonderlich anstrengend, sehr wenig los (2 Wanderpärchen begegnet) und in etwa einer Stunde erreichbar… außerhalb der Ferienzeit also absolut empfehlenswert.

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New York – Ostern 2017

Tag -2, Sonntag, 9. April 2017

Hier bricht draußen schon fast der Sommer los… und wir treffen Reisevorbereitungen. Ob wir den alten USA-Autoatlas mitnehmen ist aber eher fraglich, auch wenn es erfahrungsgemäß manchmal ja ganz gut ist, wenn man noch auf die guten alten Karten zurückgreifen kann…
Vor 24 Jahren, als wir zum erstenmal nach Nordamerika gereist sind, stellten sich noch nicht die Fragen von Navi, GPS oder Handy, da gab es nur Karten. Bereits 5 Jahre später – 1998 in Neuseeland – waren wir im Wohnmobil erstmals mit Handy unterwegs, mit dem wir auch unsere beiden Pannen (eingeschlagene Seitenscheibe und geplatzter Hinterreifen) hatten melden können… da wir bei beiden Gelegenheiten zufällig stadtnah und somit im Bereich eines der wenigen Antennenmaste des Landes waren.
Auch Fotografieren war noch nicht digital, man mußte sich vorab zwischen Dia und Negativ-Farbfilm entscheiden und schleppte dann eine beliebige Anzahl davon in ‚röntgensicherer‘ Verpackung mit. Als Video war ’93 das Hi8 System ganz aktuell und man konnte sich mit seinem vergleichsweise kleinen Gerät freuen, wenn jemand an einem vorbeischnaufte, der noch eine mehrere Kilo schwere Betamax auf der Schulter liegen hatte. Inzwischen könnte man es theoretisch alles mit dem Handy machen, das kann fotografieren, Videos filmen und hat GPS…

Tag -1, Montag, 10. April 2017

Soweit alles gepackt und den Rasen letztmalig gemäht. Sollte es weiterhin so trocken bleiben, wird der Rasen wohl in 2 Wochen die maximale Mäh-Höhe noch nicht überschritten haben und vielleicht ist dann auch noch etwas Blütenpracht von Glyzine und Spiräe übrig… die stehen nämlich in den Startlöchern…

Tag 0, Dienstag, 11. April 2017

Fahrt nach Düsseldorf war mit etwas über einer Stunde ok… eingecheckt war im Flughafen auch recht schnell. Sehr leckere Spaghetti Aglio Olio bei dem Italiener, der uns langsam fast schon mit Vornamen begrüßt. Dann der Versuch, mit dem Navi das Tulip Inn zu finden, das nur einen Steinwurf entfernt sein sollte. Das MB-Navi war komplett überfordert und scheuchte und eine Viertelstunde auf den Zufahrten der Sport-Arena rum. Zum Glück hatte ich noch das mobile Navi für die USA im Rucksack, das den Weg dann gefunden hat, nachdem ich ihm die richtige (europäische) Karte geladen hatte. Hotel ist ok, auch wenn das Maritim deutlich komfortabler war, alleine schon, weil die morgige Zubringer-Fahrt entfällen wäre, dort kann man ja per Catwalk direkt in die Abflughalle gehen. Leider war aber dort diesmal nichts mehr zu bekommen.
Jetzt noch ein bißchen fernsehen, um 09:00 kommt der Shuttle zum Flughafen. 

Tag 1, Donnerstag, 13. April 2017

Der Transfer vom Hotel zum Flughafen dauerte tatsächlich nur 10 Minuten, die Suche nach der Business Lounge hingegen deutlich mehr. Dort gab es dann allerdings ein nettes Frühstück, was die Wartezeit zum leicht verspäteten Abflug etwas verkürzte…

Der Flieger war ein recht moderner Airbus A330-300, der mit allen Schikanen ausgerüstet war… am besten ist dabei allerdings der deutlich erweiterte Platz und die auf Knopfdruck zum Bett änderbaren Sitze… da lassen sich 8,5 Stunden leichter aushalten als 5 Stunden im Charterflieger…

Ankunft, Immigration, Koffer holen, mit dem Skytrain zum Autovermieter und ab Richtung White Plains, wo wir nach etwa einer Stunde ankommen. Appartement-Übernahme, Einkauf… morgen kanns dann richtig losgehen…

Tag 2, Freitag, 14. April 2017

Bei überwiegend sonnigem Wetter heute den Meisterschaften im Lacrosse zugeschaut und dabei einzelne herausragende Athleten bewundert…

Nach einem Imbiss beim Griechen dann etwas im ‚Gärtchen‘ des ‚Häuschens‘ abgehangen und dem Gesang einer Virginischen Nachtigall lauschen können, die auch Rotkardinal genannt wird.

Abends lecker Fisch gegessen und zu vermeiden versucht, dabei an Nemo und Dorie zu denken…

Tag 3, Samstag, 15. April 2017

Gänzlich Un-Karfreitäglich präsentiert sich der Tag, an dem wir erstmals nach NYC reinwollen, mit sonnigem Wetter. Von White Plains geht es zunächst mit einer S-Bahn zur Grand Central Station, dem 1871 eröffneten Beaux Arts Bahnhof, den wir uns sicher noch ein weiteres mal ansehen werden.

Vom Battery Park – der Endstation unserer U-Bahn – hat man einen interessanten Blick auf Manhattan – in der Mitte das neue One World Trade Center, während auf die Fähre nach Liberty Island gewartet wird.

Als wir ablegen, ist die Schlange der Wartenden endlos, immerhin haben wir ja auch schon vor einem halben Jahr diesen Ausflug geplant und gebucht, insbesondere die verfügbaren Plätze für den Aufstieg in die Krone sind sehr begrenzt und insofern schnell weg.

Nach dem Terroranschlag vom 11. September war die Freiheitsstatue lange Zeit gesperrt und auch jetzt sind die Sicherheitsbestimmungen extrem, wesentlich strenger und langwieriger als z.B. vor einer Flugreise.

In der Krone, zu der man eine sehr schmale Wendeltreppe hochsteigen muß, ist es bereits jetzt im April ziemlich warm… wie mag es hier im Hochsommer sein?

Angeschlossen ist ein Museum, in dem Planung und Bau der Statue genau dokumentiert sind und wo auch einige Modellteile im Originalmaßstab zu sehen sind, wie z.B. ein Fuß…

Nach der Rückfahrt gehts zu Fuß nach Manhattan rein, hier zunächst in die Wallstreet, wo wir einen Arbeitsplatz im 43. Stock eines Bankhochhauses… und vor allem dessen grandiosen Ausblck über die Stadt bewundern können.

Der nach diesen Strapazen aufkommende Hunger wird anschließend in einem Sushi Restaurant gestillt, bevor es dann wieder zurückgeht nach White Plains. Ein rundum gelungener Tag geht zu Ende, bei dem auch das Wetter perfekt gepasst hat.

Tag 4, Sonntag, 16. April 2017

Unsere Wohnung ist im 11. Stock des Hochhauses ’25 Bank Street‘.

Neben etlichen anderen Möglichkeiten wie einer ‚Muckibude‘ oder mehreren Innengärten zum Relaxen oder zur Benutzung eines der Grills hat die Anlage auch einen Innenpool, in den man auch Gäste mitnehmen darf. Das stößt bei einigen jüngeren Herren auf große Zustimmung…

Tag 5, Sonntag, 16. April 2017

Heute ist Ostersonntag und es ist traumhaft schönes Wetter angesagt mit fast 30° gegen Mittag. Am Vormittag ist es zum Glück noch nicht ganz so warm, so können die Ostereier im Garten gesucht werden, die noch nicht von den zahlreichen Eichhörnchen gefunden wurden….

Auch ein etwas größeres Osterei hat Easter Bunny dagelassen:

Danach gibts dann einen längeren dance workout an der Playstation

Tag 6, Dienstag, 18. April 2017

Heute soll es wieder ein sehr schöner Tag werden, weshalb wir uns entschließen, nach NYC rein zu fahren, um Brooklyn Bridge und Central Park einen Besuch abzustatten.
Mit der U-Bahn geht es zunächst an die Piers in Brooklyn, von wo man einen schönen Blick auf die Skyline hat.

Von hier aus kann man langsam Richtung Brooklyn Bridge wandern, im Hintergrund sieht man auch schon die Manhattan Bridge.

Unter der Brücke haben sich einige Pizzerien angesiedelt, wo wir zuerst einmal Mittag essen.

Auf der mit Holz belegten Brücke herrscht einiges Gedränge…

…links neben der Skyline kann man in der Ferne die Freiheitsstatue erahnen.

Anschließend geht es auf einen ersten Besuch in den Central Park, wo gerade die Judasbäume anfangen zu blühen.

Auf der anderen Seite des Parks steht unter anderem auch das Dakota Hochhaus, vor dem John Lennon erschossen wurde…

Tag 7, Mittwoch, 19. April 2017

Ein weiterer sonniger Tag lockt wieder in die Stadt, erstes Ziel sind die Hudson Heights in Upper Manhattan, von wo wir uns langsam Richtung WTC bewegen wollen, das am Nachmittag auf dem Programm steht. Die Highline ist die Trasse einer ehemaligen Hochbahn, die vom Meatpacker District bis nach Chelsea reicht. Auf- oder zwischen den Schienen hat man Wege und Pflanzungen angelegt und bei dem Sommerwetter läßt sich dort bestens spazieren…

Der bei dem Wetter recht gut besuchte Weg endet wieder am Ufer des Hudson, von wo wir weiter Richtung One World Trade Center gehen.

Wenn man davor steht, ist der Bau schon ziemlich beeindruckend…

An der Stelle der ehemaligem Twin Towers hat man eine Gedenkstätte aus flächengleichen Wasserbecken geschaffen, an deren Rand die Namen der Opfer verewigt sind.

Die Fahrt im Superaufzug dauert eine knappe Minute, dann hat man irgendwann den Blick vom höchsten Punkt der Stadt.

Fürs Abendessen geht es mit der Subway zum Mexikaner, dann geht ein schöner Tag zu Ende und wir fahren wieder von Grand Central zurück nach White Plains

Tag 8, Donnerstag, 20. April 2017

Heute steht eine Bootsfahrt mit der ‚Circle Line‘ rund um Manhattan auf dem Programm, die immerhin über 2 Stunden dauern wird. Das Wetter ist zwar nicht mehr so sonnig wie in den vergangenen Tagen aber immerhin regnet es (noch) nicht.
Auf dem Weg zum Bootsanleger spiegelt sich ein Hochhaus in der Glasfassade des anderen…

Vom Hudson aus sieht die Skyline auch recht interessant aus, man beachte das Größenverhältnis des One World Trade Centers und des kaum erkennbaren, grün bedachten ‚Turmes‘ vom alten ‚City Pier A‘ des Battery Park davor…

Gegenüber auf der New Jersey Seite steht die Colgate Uhr, mit 15m Durchmesser immerhin eine der größten Uhren der Welt. Sie wurde schon 1924 gebaut und zierte einst das Dach des Fabrikgebäudes…

Die Brooklyn Bridge, über die wir schon zu Fuß gegangen sind…

Eines der vielen skurilen Gebäude… in der Verbindung der beiden Teile befindet sich ein Schwimmbad! Im Hintergrund das Empire State Building…

Architektonisches Gimmick: auf dem Dach eines der alten Hochhäuser sind kleine Einfamilienhäuser errichtet…

Als wir wieder anlegen wird es bereits dunkel und am Times Square, wo wir zu Abend essen, ist schon einiges los…

Tag 9+10, Samstag, 22. April 2017

Die Schönwetterphase scheint erstmal vorbei zu sein und so sind leider indoor Aktivitäten angesagt. Während wir am Donnerstag wieder mal den Pool unsicher machen, gibt es am Freitag unter anderem Manhattan bei Nacht…

Ziemlich verblüffend auf den ersten Blick, allerdings steht diese Skyline nicht wirklich in Manhattan, sondern in einem der Indoor Legoland Playgrounds in der Nähe.
Im unveränderten Originalbild mit den sichtbaren Deckenlampen wird es dann deutlicher… was nichts daran ändert, daß es ziemlich gut gemacht ist… natürlich alles aus Legosteinen!

Hier gibts den absoluten Lego Overkill inklusive 4D-Kino (3D plus Wasserdusche), weshalb die kleinen Legosteine irgendwann zur Nebensache werden.

Morgen soll es aber bereits wieder sonniger werden, dann kann man etwas mehr unternehmen.

Tag 11+12, Montag, 24. April 2017

Da das Wetter immernoch nicht wirklich besser ist, gehts am Samstag in ein Aquarium in Connecticut. Die Kids haben Spaß und der Tag geht schnell vorbei.

Der Sonntag ist hingegen wieder sehr sonnig und wir fahren ‚in die alte Heimat‘ nach South Salem und anschließend nach Ridgefield, wo uns ein Spaziergang sowohl an wunderschönen alten Häusern vorbeiführt…

…als auch an einem großen Spielplatz.

Am Nachmittag stellen wir im Park nahe unserer Bleibe fest, daß der Frühling mittlerweile auch hier angekommen ist.

Tag 13, Dienstag, 25. April 2017

Heute soll es zumindest noch trocken bleiben und wir fahren noch einmal nach New York City rein. Vom Grand Central Terminal gehen wir ein paar Strassen zu Fuß und stehen schon bald vor dem Rockefeller Center, von dessen drei Aussichtsplattformen man einen schönen Blick über die Stadt haben soll und vor allem: Open Air!

Obwohl es etwas diesig ist, kann man in der Ferne hinter dem Empire State Building das neue One World Trade Center sehen, unübersehbar auch das neue Wohnhaus ‚432 Park Avenue‘, das höher ist als die ehemaligen Twin Towers…

Den Central Park konnte man vom WTC nicht sehen, dafür ist man zu weit weg, wohl aber hier vom ‚Top Of The Rock‘

Ganz unten kann man mit etwas Mühe auch die Autos in den Strassen erkennen…

Um die Selbstmordrate etwas zu senken, hat man an den unteren Plattformen Panzerglasplatten angebracht, die wohl jedem Zerstörungsversuch durch Menschenkraft widerstehen dürften…

Nach dem ‚Rock‘ gehen wir noch einmal in den Central Park und teilen ein zweites Frühstück mit den Spatzen.

Danach schauen wir noch bei Macy’s am Broadway vorbei, gehen kurz in die St. Patrick’s Cathedral und danach langsam wieder zurück nach Grand Central. Das Wetter hat gerade noch mitgespielt, ansonsten hat das Programm für heute auch gereicht.

Tag 14, Dienstag, 25. April 2017

Trotz des angesagten Regens fahren wir an unserem letzten Tag in die Bronx zum Botanical Garden von New York, denn es soll auch mindestens ein Gewächshaus geben, in dem man überdacht ist. Vor dem Eingang ist die erste von zahlreichen Glasskulpturen zu sehen, die man auch im Inneren sehr harmonisch mit den Pflanzen arrangiert hat.

Die Pflanzen im Tropenhaus sind sehr beeindruckend und auch die Urwald-Nachbildung ist sehr gelungen.

Draußen ist zwar Frühling, im Moment allerdings ein ziemlich verregneter. Trotzdem erwischen wir ein paar Trockenphasen, wo man etwas herumgehen kann.

Im Kinderbereich hat man sich viel Mühe gegeben, so zum Beispiel mit verschiedenen ‚Raupen‘, die aus Blumen bestehen.

Leider war das unser letzter Tag, morgen fliegen wir wieder zurück. Wer weiß, vielleicht auf Wiedersehen?

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Frühlingswanderung durchs Siebengebirge

Ein sonniger Tag kurz nach dem Frühlingsanfang lädt zu einer ersten Wanderung ein, wir entschließen uns fürs Siebengebirge. Vom Parkplatz an der Margarethenhöhe in Königswinter-Ittendorf geht es zunächst hinauf zum großen Ölberg…

…dessen Lokal aber noch geschlossen ist. Von hier aus geht es durch eine schöne Waldstrecke weiter…

…die gelegentlich nicht unanstrengend ist.

Das flach einfallende Frühjahrslicht läßt das Moos auf den Steinen besonders plastisch erscheinen…

Nach einer Rast mit Kaffee und Kuchen am Milchhäuschen geht es deutlich mühsamer weiter, wegen der versprochenen Aussicht zunächst zur Dr.-Eduard-von-Gartzen Hütte, die aus einem runden Holzdach auf Steinsäulen besteht.

Der erste Ausblick auf das Rheintal ist schon grandios, genau gegenüber liegt der Drachenfels…

Von hier aus ist es nicht weit zum nächsten der sieben namensgebenden Berge, dem Schallenberg, wo wieder eine Pause fällig ist… der Michkaffee mit dem Kuchen war doch schon etwas üppig…

Das Kreuz markiert nicht den letzten abgestürzten Besucher, sondern ist das Gipfelkreuz vom Schallenberg.

Jetzt geht es ein kurzes Stück auf dem Rheinsteig weiter bis zum Geisberg, ebenfalls mit tollem Blick über das Rheintal

Wahrscheinlich empfindet man den Blick deshalb als so außergewöhnlich, weil das Siebengebirge nicht direkt am Rhein liegt, sondern sozusagen ‚in zweiter Reihe‘. Von Drachenfels oder Rolandsbogen aus schaut man direkt auf den Rhein hinunter und sieht deshalb nur ein kleines Stück. Hier hat man aber den richtigen Betrachtungsabstand für den Gesamtüberblick.
Nach einem letzten Schlenker über den Geisberg führt der Weg dann zur letzten Station: dem Erpelntalskopf, wo man diesen Blick hat:

Danach geht es wieder hinunter zum Parkplatz… eine schöne Wanderung bei traumhaftem Wetter, die wir allerdings nicht ohne GPS gefunden hätten, da sie größtenteils abseits der ausgeschilderten Pfade verläuft.

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