Toronto

Samstag, 5. Mai 2018 – Aussichten

Während sich hier gerade ein stabiles Langzeithoch mit bis zu 30° breit macht, sind die Aussichten für Toronto nicht ganz so berauschend.

Naja, der Wetterbericht irrt sich auch gelegentlich, wenn es um mehr als drei Tage geht, wir lassen uns überraschen…

Sonntag, 6. Mai 2018 – Ankunft

Während die Fahrt nach Frankfurt noch sonntäglich ruhig war, begannen die Probleme dort mit dem Versuch, ins Parkhaus einzufahren. Wie schon öfter praktiziert, hatte ich im Vorfeld eine Parkgenehmigung im Netz gebucht und bezahlt, für die ich mir weisungsgemäß einen OR-Code ausgedruckt hatte… den der Scanner an der Parkhaus-Einfahrt aber nicht akzeptierte. Da es nirgends einen Störungsknopf, eine Telefonnummer oder eine Adresse gab, an die man sich hätte wenden können, zog ich letzten Endes einen Parkschein, um reinzukommen. Wie das in 14 Tagen bei der Ausfahrt enden wird, werden wir dann sehen.

Da wir bis auf das Parkhausproblem relativ gut durchgekommen waren, hatten wir rund drei Stunden Zeitüberschuß vor Abflug, was sich noch als Glück erweisen sollte. Der erste Condor-Mitarbeiter am Check In las zwar aufmerksam unsere Unterlagen und suchte uns auch im System, um uns aber dann mitzuteilen, daß er alle Reisende abfertigen könne, bis auf die, die nach Kanada oder die USA wollten, die müßten ‚da hinten um die Ecke‘ an den Schalter…
‚Da hinten um die Ecke‘, wo schon verdächtigerweise niemand anstand, gab man sich redlich Mühe uns klarzumachen, daß wir nicht einfach von der Seite kommen könnten, sondern mit unserem ganzen Gepäck gefälligst durch die Vereinzelungsschlangen gehen sollten… auch wenn sie nicht zuständig waren, sie machten nur USA.

‚Vielleicht da drüben‘ stellten wir uns also brav an, zum Glück war die Schlange noch überschaubar. Nein, Kanada kann er gerade nicht machen, bedeutete uns der freundliche Mitarbeiter, als wir endlich dran waren, da sein Abfragegerät für die eTA Einreisebestimmungen ausgefallen sei. Wir könnten aber direkt zum Nachbarschalter gehen, fügte er dann hinzu, als unser Unmut darüber langsam sichtbar wurde. Der Nachbar bemühte sich dann auch, konnte aber nur eine der vorher im Netz getätigten eTA Anmeldungen verifizieren, die andere wurde nicht angenommen. Das könne daran liegen, daß bei der Eingabe der Pass-Nummer ein O mit einer 0 verwechselt worden sein könnte, jedenfalls müsse eine neue eTA Genehmigung im Internet beantragt werden, sonst sei keine Abfertigung möglich.
Die erste halbe Stunde war weg und wir suchten einen Ticket Schalter, wo man angeblich auch eTA Genehmigungen bekommen konnte. Das könne sie machen, sagte die Dame zu mir, um daraufhin mit mir gemütlich zu einem anderen Schalter am anderen Ende des Flughafens zu schlendern, denn sie hat dort keinen Internetzugang. An diesem anderen Schalter entbrannte dann eine längere Diskussion unter den Angestellten, die dafür alle ihre Kunden stehen ließen… Gegenstand der türkischsprachigen Beratung war offenbar die Frage, wer denn jetzt diese Aufgabe erledigen könnte, letzten Endes einigte man sich darauf, per Telefon einen weiteren Mitarbeiter von irgendwoher im Flughafengelände hinzuzuziehen. Als der dann endlich eintraf und sich mit wichtiger Miene am Schalter niederließ, dauerte es nur noch weitere 10 Minuten, bis dann die neue eTA per eMail eintraf. „Das kostet dann 60 Euro“ säuselte die Dame, super… das war ja kaum etwas mehr als das Vierfache der Summe, was ich im Internet dafür bezahlt hatte…
Glücklicherweise durfte ich auf Nachfrage unter den erbosten Augen der anderen Schlangesteher wieder zu dem Check In, an dem ich es schon vorher vergeblich verucht hatte und wir schafften es doch noch ‚in time’…

Bei strahlendem Wetter ging es dann die neun Stunden Richtung Toronto. Der Komfort war zwar nicht ganz Lufthansa like, aber ausreichend und es gab leckeres Essen, was im Flieger heutzutage ja eh schonmal ungewöhnlich ist.
In Toronto gab es dann eine ziemlich langwierige Einreiseprozedur, die mit Self Passport Control am Automatenscanner begann und beim üblichen Immigration Officer noch lange nicht endete, denn am baggage claim war zwar unser Flug angezeigt und das Band lief auch mehrmals an, aber es tat sich nicht wirklich was. Als dann nach einer weiteren halben Stunde endlich die ersten Koffer aufs Band purzelten, hatte die Einreise schon weit über eine Stunde gedauert.
Die Suche nach der Autovermietung entpuppte sich als nächses Problem, das nur am Infostand zu lösen war. Ohne wirklich sichtbare Hinweise mußte man dann mit allen Koffern durch eine Nebentür aus dem Flughafengebäude raus und über die Strasse, wo irgendwo unten an einem Parkhaus eine kleine schäbige Hütte stand, in der ein einziger Mitarbeiter stand, der die Schlange bediente. Als ich nach einer weiteren halben Stunde endlich dran war, hatte ich hier wenigstens das zweifelhafte Glück, schon aufgrund des Vorjahresaufenthaltes in New York im Alamo System erfasst zu sein, was die Prozedur erheblich verkürzte bzw. auf das Ablehnen der ganzen Zusatzfeatures beschränkte, mit der jeder Urlauber über den Tisch gezogen werden soll. Dank unseres mitgebrachten Navis waren wir deshalb in weniger als einer halben Stunde am Zielort, trotzdem zweieinhalb Stunden nach unserer Ankuft, wo es mittlerweile dunkel wurde und sich im 30. Stock ein herrlicher Ausblick auf die Nachbarschaft und die Skyline von Toronto bot.

Montag, 7. Mai 2018 – Humber Bay Park

Am nächsten Morgen ließ sich der Nachtansicht des Vorabends auch die Tagesansicht gegenüberstellen. Jetzt löst sich auch das Rätsel der Autobahn im Nachtbild der Skyline: es ist das Geländer des Balkons, auf das ich die Kamera beim Nachtbild stellen mußte, um nicht zu verwackeln. Unten sieht man den Humber Bay Park, in dem wir heute mal etwas spazieren gehen wollen.

Auch das andere Nachtbild gibts in der Tagversion, mit einem Zipfel des Yachthafens…

…der sich direkt unter unserem Fenster erstreckt.

Im Humber Bay Park gibt es außer einem grandiosen Blick auf die Skyline auch jede Menge Vögel, darunter auch den Rotschulterstärling mit weniger melodischer als kräftiger Stimme.

Hier beginnt der Frühling gerade erst, der bei uns schon vorbei ist, was man unter anderem auch an den gerade aus wärmeren Regionen zurückkehrenden Gänsen sehen kann…

die sich in großer Zahl draußen auf dem Meer sammeln

Vom Park aus hat man auch einen guten Blick auf die ‚lake shore‘ Hochhäuser…

…von denen wir eines im 30. Stock bewohnen.

Dienstag, 8. Mai 2018 – CN-Tower

Entgegen allen Befürchtungen ist es heute schon am frühen Morgen wolkenlos und der Sonnenaufgang über der Stadt verheißt einen traumhaft schönen Tag

Wir testen unsere Presto Card (RFID Ticket System) und fahren mit der Straßenbahn 501 Richtung Innenstadt, wo wir auf das Wahrzeichen der Stadt, den bereits in den 70er Jahren gebauten Fernsehturm wollen

Bereits von der ersten Besichtigungsebene aus kann man ‚unsere Hochhäuser‘ auf der anderen Seite der Bucht sehen

Der Blick ist bei dem klaren Wetter beeindruckend, der Großraum Toronto erstreckt sich allseitig bis zum Horizont…

…und langsam wird der kanadische Goldrausch nachvollziehbar… wie man sieht, gibt es hier Häuser aus echtem Gold!

Nettes Gimmick am Rande: ein Glasboden für Unerschrockene

Morgen, wenn es zu den Niagarafällen geht, soll das Wetter noch wärmer sein als heute.

…wäre nicht schlecht!!

Mittwoch, 9. Mai 2018 – Niagara Falls

Die Fahrt beginnt morgens um 08:30 am vereinbarten Treffpunkt in der Stadt, von da aus geht es etwa eine Stunde bis zum Touristenörtchen Niagara On The Lake, wo es außer Andenkenläden auch noch ein paar schöne alte Häuser gibt… und wo der Frühling gerade einzieht, der bei uns zu Hause schon vorbei ist.

Mit ein paar kurzen Halts geht es dann zu den Fällen, die um diese Jahreszeit noch nicht ganz so stark frequentiert sind, aufgrund des außergewöhnlich schönen Wetters heute aber doch schon. Vorne sieht man die kleineren Fälle auf der amerikanischen Seite, im Hintergrund die mehr als dreimal so breiten Horseshoe Falls der kanadischen Seite.

Entlang dem Rand der Schlucht kann man bis zum Table Rock gehen, wo die Wassermassen runterstürzen…

…und dabei den abwechselnd von amerikanischer und kanadischer Seite startenden Booten zuschauen, die zur Gemeinschaftsdusche fahren.

Das muß natürlich auch selbst ausprobiert werden… beim Boarding gibt es einen roten Plastikponcho, der das schlimmste verhindern soll…

…was ihm allerdings nur suboptimal gelingt.

Am Nachmittag geht es dann wieder zurück und gegen 18:00 Uhr sind wir wieder an unserem Auto. Ein schöner Tag mit traumhaftem Wetter… so kann’s weitergehen!

Donnerstag, 10. Mai 2018 – Toronto Island

Am Vormittag geht es wieder mit der Straßenbahn (die hier übrigens ’streetcar‘ heißt) in die Stadt, wo es im Hot Black Coffee ein zweites Frühstück gibt. Die Stadt ist nicht nur bei den Verkehrsmitteln eine Mischung aus alt und neu, auch die Architektur hat oft diesen Kontrast.

Über den PATH gelangen wir zunächst in die alte Union Station, die fast dem Grand Central von New York Konkurrenz machen kann…

…von da sind wir bald an dem Fähranleger, wo die Boote zur vorgelagerten Insel Toronto Island abfahren.

Auf dem Boot gibt es um die Zeit deutlich mehr Schwimmwesten an der Decke als Passagiere, die Überfahrt dauert auch nur wenige Minuten.

Noch ist das Wetter ganz angenehm, aber es ziehen langsam Wolken und eine stärker werdende Brise auf.

Die Insel ist nicht allzu aufregend, es gibt kleine Siedlungen von Wochenendhäusern und mehrere Café’s, deshalb trinken wir einen Kaffee, spazieren danach ein paar Schritte am befestigten Ufer entlang…

…und machen uns auch bald wieder auf den Weg zurück zum Anleger, denn inwischen sieht das Wetter nicht mehr ganz so vertrauenerweckend aus.

Als wir wieder heil drüben sind, verschwinden wir schnell vor dem erwarteten Regen wieder im PATH, wo es auch eine interessante Fressmeile gibt, um uns dann nach einer Stärkung wieder mit der Tram auf den langen Weg zurück nach Hause durch die rush hour zu machen.

Freitag, 11. Mai 2018 – Casa Loma

Heute ist das extrem wechselhafte Wetter mal bedeckt und etwas kühler, weshalb wir beschließen, die heutige Schlacht im Saale stattfinden zu lassen. Da die Fahrt mit der Straßenbahn zwar bedingt romantisch, ansonsten aber hauptsächlich recht langsam ist, fahren wir mit dem Auto zum schloßähnlichen Casa Loma, was immerhin auch eine dreiviertel Stunde dauert. Es wurde vor dem ersten Weltkrieg von einem kanadischen Millionär gebaut und erinnert etwas an das Hearst Castle in Kalifornien, das etwa 10 Jahre später erbaut wurde und noch deutlich pompöser ist.

Für die damalige Zeit ist die Technik stellenweise verblüffend, so z.B. eine Art ‚Wellness-Dusche‘ mit Rundum-Düsen

Leider hat der Erbauer selbst nicht lange in seinem Traumhaus wohnen können, weil ihm irgendwann das Geld ausging.

Von den diversen Türmen aus hat man einen guten Blick dorthin, wo früher das Meer zu sehen war… und heute die Großstadt. Damals erstreckte sich zu Füßen des Schlosses das Armenviertel der Stadt, einige der kleineren Häuschen sind auch heute noch im Vordergrund zu sehen.

Auch einige der Autos des ehemaligen Besitzers sind noch in den Ställen zu bewundern…

…und am Nachmittag machen wir uns wieder auf den Heimweg, wo wir noch einen Spaziergang in den Humber Bay Park machen, der ja direkt unter unserer Wohnung liegt.

Samstag, 12. Mai 2018 – China Town – Kensington Market

Nach fast einstündiger Straßenbahnfahrt sind wir an der Queen Street West, wo wir wieder in dem kleinen roten Café frühstücken, das man zwischen den Hochhäusern kaum findet.

Der ‚Patio‘ gleicht zwar mehr einem Gefängnishof, aber der Kaffee und das selbst gebackene Brot sind unschlagbar.

Von hier aus geht es zur Spadina Avenue, wo in nördlicher Richtung China Town beginnt…

…und von wo aus wir durch eine Straße mit kleinen, älteren Wohnhäusern bald in die Region Kensington Market kommen.

Hier gibt es etliche echte Graffitis, die weit über das bei uns übliche Geschmiere großer Buchstaben hinausgehen…

…und auch einige Kuriositäten.

Sonntag, 13. Mai 2018 – Weekend Recreation

Es ist Sonntag und die erste Urlaubswoche ist rum. Unter unserem Fenster füllen sich langsam die Parkplätze des Humber Bay Parks, die Leute wollen den schönen Sonntag für ein wenig Wochenenderholung nutzen.
An einem der Teiche steht eine ganze Gruppe von Leuten, die ihre ferngesteuerten Segelboote schwimmen lassen…

…andere gehen nur spazieren, denn der Blick auf die Skyline ist heute besonders klar…

Überall im Gelände sitzen kleine Gruppen, teilweise mit Grills oder auch nur mit Lagerfeuer, das scheint hier offenbar erlaubt zu sein, denn die vielen Feuerstellen waren uns schon länger aufgefallen.

Wir kochen aber heute mal zu Hause…

…und genießen abends die zur Zeit besonders klare Sicht auf die Stadt-

Montag, 14. Mai 2018 – Bike Fun

Heute ist bestes Wetter angesagt und wir gehen zur nächstgelegenen Fahrrad-Mietstation, wo wir nur so eine kleine Plastikkarte in den Kassenautomat stecken müssen und schon zwei Farräder entnehmen dürfen.

Diese Verleihstationen sind recht zahlreich und überall in der Stadt verteilt, manchmal nur 500m voneinander entfernt, meistens aber etwas weiter. Bringt man das entliehene Rad innerhalb einer halben Stunde an einer beliebigen Station zurück, ist der Fahrpreis im Grundpreis enthalten. So kann man immer mal wieder an einer der Stationen eine Pause einlegen und sich anschließend ein neues Rad nehmen… genau so machen wir es heute auch. Bald schon sehen wir unsere Häuser nur noch von weitem im Dunst…

Im Hafenviertel von Toronto, wo noch einige alte Schoner vor Anker liegen, machen wir eine Kaffeepause…

…und machen uns am frühen Nachmittag langsam wieder auf den Rückweg.

Etwas abseits liegt auf dem Weg der relativ große High Park, dem wir noch einen kurzen Besuch abstatten, um die Kirschblüte zu sehen, von denen hier sogar in den Nachrichten geschwärmt wird.
Letztlich überzeugt uns das Eis dann aber mehr, an Kirschblüte haben wir in Bonn mehr zu bieten… aber die Japaner scheinen voll darauf abzufahren…

Am frühen Abend sind wir dann nach etlichen Fahrradwechseln wieder an unserer Ausgangsstation bei den Steinmännchen am Lake Ontario und… ein bißchen platt.

Dienstag, 15. Mai 2018 – Ripley’s Aquarium

Heute ist der erste Regentag und da wir nicht ständig in irgendwelchen Geschäften Schutz vor den Schauern suchen wollen, gehen wir ins Aquarium, das sich direkt neben dem CN Tower befindet.

Es ist zwar nicht revolutionär, da es mittlerweile sogar in Köln und Königswinter welche gibt, die da locker mithalten können, aber es ist zumindest ganz interessant und besser, als durch den Regen zu laufen.

Nemo und Dorie haben sich inzwischen anscheinend zu einer beachtlichen Großfamilie hochgearbeitet

Am späten Nachmittag kommt dann die Sonne doch wieder raus und wir gehen die Uferpromenade bei uns am Lake Shore Boulevard zur Abwechslung mal in die andere Richtung.

Unter dem Dach eines Pavillions bauen die hier ansässigen Rauchschwalben ihre Nester…

…und es gibt wieder jede Menge Steine für die Sammlung zu Hause.

Mittwoch, 16. Mai 2018 – Edwards Gardens – Scarborough Bluffs

Heute wollen wir uns die Steilklippen im Osten Torontos ansehen, die Scarborough Bluffs. Auf dem Hinweg machen wir einen Schlenker zu den Edwards Gardens, einem Teil des botanischen Gartens. Leider hat der Saisonbetrieb dort noch nicht begonnen, weshalb einige Teile noch gesperrt sind, aber einige Sachen kann man sich trotzdem schon ansehen, wie z.B. die Judasbäume, die es hier auch in einer weiß blühenden Variante gibt.

Auch an den Bluffs ist erfreulich wenig los, obwohl das Wetter kaum besser sein könnte.

An der Bluffers Sand Beach kommt man sich vor wie am Meer, auch wenn das hier ein Süßwassersee ist.

Wir finden ein paar Stühle, in denen man genüßlich zuschauen kann, wie ein paar Urlauber die Schwimmfähigkeit ihrer gemieteten Strandbuggies testen.

Mit Hilfe des Navis kommen wir über ein paar Umwege oben auf die Klippen, wo man unsere Stühle sehen kann… und sich der Buggy wohl inzwischen freigestrampelt hat.

Am Nachmittag fahren wir wieder nach Hause, wo erstmals die Boote der vor der Hochhaussiedlung liegenden Marina rausgefahren sind.

Donnerstag, 17. Mai 2018 – Besuch

Am bisher wärmsten Tag des Urlaubs hat sich Besuch aus New York angekündigt, dummerweise ergibt sich aber am Startflughafen eine Verzögerung, so daß in Pearson Warten angesagt ist…

Gegen Mittag ist es dann doch so weit und wir schaffen es gerade noch, einen Abstecher in die Wohnung am Lake Shore Boulevard zu machen, um uns von dort nach einem schnellen Blick vom Balkon auf den Ontario See…

…auf den Weg in die Stadt zu machen, wo wir fürs Mittagessen einen Tisch oben im CN Tower bestellt haben.

Das Essen ist zwar eher Nebensache, auch wenn die Kombination von französischer Esskultur auf dem Teller und amerikanischer in Dosenform auf dem Tisch einen gewissen Erlebniswert hat…

…aber der Blick über die Stadt aus dem sich langsam drehenden Restaurant ist schon beeindruckend.

Nach dem Essen darf man noch auf 2 der Aussichtsplattformen, eine davon hinter Glas…

…die andere ‚open air‘ hinter Schutzgittern.

Am späten Nachmittag gibt es dann ‚zu Hause‘ einen Spaziergang durch den Humber Bay Park…

….und am Abend eine Sushi Orgie auf dem Balkon, wo es sich erstmals temperaturmäßig aushalten läßt, bis die Dunkelheit einsetzt.

Freitag, 18. Mai 2018 – Letzte Tage

Heute ist es ziemlich verregnet und wir treffen die ersten Vorbereitungen für die Abreise.

Das hier fehlende sonnige Wetter wird uns dazu von der Live Übertragung aus Windsor eingespielt, die hier seit den frühen Morgenstunden auf mehreren Kanälen läuft und wo es derzeit wohl Sonne satt gibt.

Am Nachmittag klart es etwas auf und wir machen einen kleinen Spaziergang am Seeufer, gegen Abend zieht dann eine ziemlich dichte ‚Suppe‘ auf, die kaum Skyline und Humber Bay oder unser benachbartes Hochhaus erkennen läßt

Am nächsten Morgen – unserem Abreisetag – sieht die Welt schon wieder deutlich freundlicher aus und wir machen uns nach dem Frühstück auf zu unserem letzten Spaziergang, um uns vom Ufer des Lake Ontario noch ein (bis zwei…) Andenken mitzunehmen.

Auf irgendeinem Wege sind recht viele Backsteine im See gelandet, die durch die vielen anderen – teilweise sehr harten – „Bachsteine“ im Laufe der Zeit rund geschliffen wurden… und dann Kerzenständer heißen.

(Nach Rückkunft hinzugefügt):
Jetzt zieren vier rund geschliffene Backsteine aus dem Ontario-See als Andenken zu Hause das Geländer unserer Hochterrasse. 

Die halbe Stadt scheint an diesem unserem letzten Sonntag am Lake Shore unterwegs zu sein und wir nehmen Abschied mit einem letzten Blick auf die berühmte Skyline.

Heute Nachmittag geht es dann zum Flughafen, wo am frühen Abend (hoffentlich) unser Flieger starten wird. Durch das Überqueren der Datumsgrenze fliegen wir so Sonntag abend ab und kommen Montag Vormittag an… wenn alles klappt könnten wir dann gegen Mittag zu Hause sein.

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