New York – Ostern 2017

Tag -2, Sonntag, 9. April 2017

Hier bricht draußen schon fast der Sommer los… und wir treffen Reisevorbereitungen. Ob wir den alten USA-Autoatlas mitnehmen ist aber eher fraglich, auch wenn es erfahrungsgemäß manchmal ja ganz gut ist, wenn man noch auf die guten alten Karten zurückgreifen kann…
Vor 24 Jahren, als wir zum erstenmal nach Nordamerika gereist sind, stellten sich noch nicht die Fragen von Navi, GPS oder Handy, da gab es nur Karten. Bereits 5 Jahre später – 1998 in Neuseeland – waren wir im Wohnmobil erstmals mit Handy unterwegs, mit dem wir auch unsere beiden Pannen (eingeschlagene Seitenscheibe und geplatzter Hinterreifen) hatten melden können… da wir bei beiden Gelegenheiten zufällig stadtnah und somit im Bereich eines der wenigen Antennenmaste des Landes waren.
Auch Fotografieren war noch nicht digital, man mußte sich vorab zwischen Dia und Negativ-Farbfilm entscheiden und schleppte dann eine beliebige Anzahl davon in ‚röntgensicherer‘ Verpackung mit. Als Video war ’93 das Hi8 System ganz aktuell und man konnte sich mit seinem vergleichsweise kleinen Gerät freuen, wenn jemand an einem vorbeischnaufte, der noch eine mehrere Kilo schwere Betamax auf der Schulter liegen hatte. Inzwischen könnte man es theoretisch alles mit dem Handy machen, das kann fotografieren, Videos filmen und hat GPS…

Tag -1, Montag, 10. April 2017

Soweit alles gepackt und den Rasen letztmalig gemäht. Sollte es weiterhin so trocken bleiben, wird der Rasen wohl in 2 Wochen die maximale Mäh-Höhe noch nicht überschritten haben und vielleicht ist dann auch noch etwas Blütenpracht von Glyzine und Spiräe übrig… die stehen nämlich in den Startlöchern…

Tag 0, Dienstag, 11. April 2017

Fahrt nach Düsseldorf war mit etwas über einer Stunde ok… eingecheckt war im Flughafen auch recht schnell. Sehr leckere Spaghetti Aglio Olio bei dem Italiener, der uns langsam fast schon mit Vornamen begrüßt. Dann der Versuch, mit dem Navi das Tulip Inn zu finden, das nur einen Steinwurf entfernt sein sollte. Das MB-Navi war komplett überfordert und scheuchte und eine Viertelstunde auf den Zufahrten der Sport-Arena rum. Zum Glück hatte ich noch das mobile Navi für die USA im Rucksack, das den Weg dann gefunden hat, nachdem ich ihm die richtige (europäische) Karte geladen hatte. Hotel ist ok, auch wenn das Maritim deutlich komfortabler war, alleine schon, weil die morgige Zubringer-Fahrt entfällen wäre, dort kann man ja per Catwalk direkt in die Abflughalle gehen. Leider war aber dort diesmal nichts mehr zu bekommen.
Jetzt noch ein bißchen fernsehen, um 09:00 kommt der Shuttle zum Flughafen. 

Tag 1, Donnerstag, 13. April 2017

Der Transfer vom Hotel zum Flughafen dauerte tatsächlich nur 10 Minuten, die Suche nach der Business Lounge hingegen deutlich mehr. Dort gab es dann allerdings ein nettes Frühstück, was die Wartezeit zum leicht verspäteten Abflug etwas verkürzte…

Der Flieger war ein recht moderner Airbus A330-300, der mit allen Schikanen ausgerüstet war… am besten ist dabei allerdings der deutlich erweiterte Platz und die auf Knopfdruck zum Bett änderbaren Sitze… da lassen sich 8,5 Stunden leichter aushalten als 5 Stunden im Charterflieger…

Ankunft, Immigration, Koffer holen, mit dem Skytrain zum Autovermieter und ab Richtung White Plains, wo wir nach etwa einer Stunde ankommen. Appartement-Übernahme, Einkauf… morgen kanns dann richtig losgehen…

Tag 2, Freitag, 14. April 2017

Bei überwiegend sonnigem Wetter heute den Meisterschaften im Lacrosse zugeschaut und dabei einzelne herausragende Athleten bewundert…

Nach einem Imbiss beim Griechen dann etwas im ‚Gärtchen‘ des ‚Häuschens‘ abgehangen und dem Gesang einer Virginischen Nachtigall lauschen können, die auch Rotkardinal genannt wird.

Abends lecker Fisch gegessen und zu vermeiden versucht, dabei an Nemo und Dorie zu denken…

Tag 3, Samstag, 15. April 2017

Gänzlich Un-Karfreitäglich präsentiert sich der Tag, an dem wir erstmals nach NYC reinwollen, mit sonnigem Wetter. Von White Plains geht es zunächst mit einer S-Bahn zur Grand Central Station, dem 1871 eröffneten Beaux Arts Bahnhof, den wir uns sicher noch ein weiteres mal ansehen werden.

Vom Battery Park – der Endstation unserer U-Bahn – hat man einen interessanten Blick auf Manhattan – in der Mitte das neue One World Trade Center, während auf die Fähre nach Liberty Island gewartet wird.

Als wir ablegen, ist die Schlange der Wartenden endlos, immerhin haben wir ja auch schon vor einem halben Jahr diesen Ausflug geplant und gebucht, insbesondere die verfügbaren Plätze für den Aufstieg in die Krone sind sehr begrenzt und insofern schnell weg.

Nach dem Terroranschlag vom 11. September war die Freiheitsstatue lange Zeit gesperrt und auch jetzt sind die Sicherheitsbestimmungen extrem, wesentlich strenger und langwieriger als z.B. vor einer Flugreise.

In der Krone, zu der man eine sehr schmale Wendeltreppe hochsteigen muß, ist es bereits jetzt im April ziemlich warm… wie mag es hier im Hochsommer sein?

Angeschlossen ist ein Museum, in dem Planung und Bau der Statue genau dokumentiert sind und wo auch einige Modellteile im Originalmaßstab zu sehen sind, wie z.B. ein Fuß…

Nach der Rückfahrt gehts zu Fuß nach Manhattan rein, hier zunächst in die Wallstreet, wo wir einen Arbeitsplatz im 43. Stock eines Bankhochhauses… und vor allem dessen grandiosen Ausblck über die Stadt bewundern können.

Der nach diesen Strapazen aufkommende Hunger wird anschließend in einem Sushi Restaurant gestillt, bevor es dann wieder zurückgeht nach White Plains. Ein rundum gelungener Tag geht zu Ende, bei dem auch das Wetter perfekt gepasst hat.

Tag 4, Sonntag, 16. April 2017

Unsere Wohnung ist im 11. Stock des Hochhauses ’25 Bank Street‘.

Neben etlichen anderen Möglichkeiten wie einer ‚Muckibude‘ oder mehreren Innengärten zum Relaxen oder zur Benutzung eines der Grills hat die Anlage auch einen Innenpool, in den man auch Gäste mitnehmen darf. Das stößt bei einigen jüngeren Herren auf große Zustimmung…

Tag 5, Sonntag, 16. April 2017

Heute ist Ostersonntag und es ist traumhaft schönes Wetter angesagt mit fast 30° gegen Mittag. Am Vormittag ist es zum Glück noch nicht ganz so warm, so können die Ostereier im Garten gesucht werden, die noch nicht von den zahlreichen Eichhörnchen gefunden wurden….

Auch ein etwas größeres Osterei hat Easter Bunny dagelassen:

Danach gibts dann einen längeren dance workout an der Playstation

Tag 6, Dienstag, 18. April 2017

Heute soll es wieder ein sehr schöner Tag werden, weshalb wir uns entschließen, nach NYC rein zu fahren, um Brooklyn Bridge und Central Park einen Besuch abzustatten.
Mit der U-Bahn geht es zunächst an die Piers in Brooklyn, von wo man einen schönen Blick auf die Skyline hat.

Von hier aus kann man langsam Richtung Brooklyn Bridge wandern, im Hintergrund sieht man auch schon die Manhattan Bridge.

Unter der Brücke haben sich einige Pizzerien angesiedelt, wo wir zuerst einmal Mittag essen.

Auf der mit Holz belegten Brücke herrscht einiges Gedränge…

…links neben der Skyline kann man in der Ferne die Freiheitsstatue erahnen.

Anschließend geht es auf einen ersten Besuch in den Central Park, wo gerade die Judasbäume anfangen zu blühen.

Auf der anderen Seite des Parks steht unter anderem auch das Dakota Hochhaus, vor dem John Lennon erschossen wurde…

Tag 7, Mittwoch, 19. April 2017

Ein weiterer sonniger Tag lockt wieder in die Stadt, erstes Ziel sind die Hudson Heights in Upper Manhattan, von wo wir uns langsam Richtung WTC bewegen wollen, das am Nachmittag auf dem Programm steht. Die Highline ist die Trasse einer ehemaligen Hochbahn, die vom Meatpacker District bis nach Chelsea reicht. Auf- oder zwischen den Schienen hat man Wege und Pflanzungen angelegt und bei dem Sommerwetter läßt sich dort bestens spazieren…

Der bei dem Wetter recht gut besuchte Weg endet wieder am Ufer des Hudson, von wo wir weiter Richtung One World Trade Center gehen.

Wenn man davor steht, ist der Bau schon ziemlich beeindruckend…

An der Stelle der ehemaligem Twin Towers hat man eine Gedenkstätte aus flächengleichen Wasserbecken geschaffen, an deren Rand die Namen der Opfer verewigt sind.

Die Fahrt im Superaufzug dauert eine knappe Minute, dann hat man irgendwann den Blick vom höchsten Punkt der Stadt.

Fürs Abendessen geht es mit der Subway zum Mexikaner, dann geht ein schöner Tag zu Ende und wir fahren wieder von Grand Central zurück nach White Plains

Tag 8, Donnerstag, 20. April 2017

Heute steht eine Bootsfahrt mit der ‚Circle Line‘ rund um Manhattan auf dem Programm, die immerhin über 2 Stunden dauern wird. Das Wetter ist zwar nicht mehr so sonnig wie in den vergangenen Tagen aber immerhin regnet es (noch) nicht.
Auf dem Weg zum Bootsanleger spiegelt sich ein Hochhaus in der Glasfassade des anderen…

Vom Hudson aus sieht die Skyline auch recht interessant aus, man beachte das Größenverhältnis des One World Trade Centers und des kaum erkennbaren, grün bedachten ‚Turmes‘ vom alten ‚City Pier A‘ des Battery Park davor…

Gegenüber auf der New Jersey Seite steht die Colgate Uhr, mit 15m Durchmesser immerhin eine der größten Uhren der Welt. Sie wurde schon 1924 gebaut und zierte einst das Dach des Fabrikgebäudes…

Die Brooklyn Bridge, über die wir schon zu Fuß gegangen sind…

Eines der vielen skurilen Gebäude… in der Verbindung der beiden Teile befindet sich ein Schwimmbad! Im Hintergrund das Empire State Building…

Architektonisches Gimmick: auf dem Dach eines der alten Hochhäuser sind kleine Einfamilienhäuser errichtet…

Als wir wieder anlegen wird es bereits dunkel und am Times Square, wo wir zu Abend essen, ist schon einiges los…

Tag 9+10, Samstag, 22. April 2017

Die Schönwetterphase scheint erstmal vorbei zu sein und so sind leider indoor Aktivitäten angesagt. Während wir am Donnerstag wieder mal den Pool unsicher machen, gibt es am Freitag unter anderem Manhattan bei Nacht…

Ziemlich verblüffend auf den ersten Blick, allerdings steht diese Skyline nicht wirklich in Manhattan, sondern in einem der Indoor Legoland Playgrounds in der Nähe.
Im unveränderten Originalbild mit den sichtbaren Deckenlampen wird es dann deutlicher… was nichts daran ändert, daß es ziemlich gut gemacht ist… natürlich alles aus Legosteinen!

Hier gibts den absoluten Lego Overkill inklusive 4D-Kino (3D plus Wasserdusche), weshalb die kleinen Legosteine irgendwann zur Nebensache werden.

Morgen soll es aber bereits wieder sonniger werden, dann kann man etwas mehr unternehmen.

Tag 11+12, Montag, 24. April 2017

Da das Wetter immernoch nicht wirklich besser ist, gehts am Samstag in ein Aquarium in Connecticut. Die Kids haben Spaß und der Tag geht schnell vorbei.

Der Sonntag ist hingegen wieder sehr sonnig und wir fahren ‚in die alte Heimat‘ nach South Salem und anschließend nach Ridgefield, wo uns ein Spaziergang sowohl an wunderschönen alten Häusern vorbeiführt…

…als auch an einem großen Spielplatz.

Am Nachmittag stellen wir im Park nahe unserer Bleibe fest, daß der Frühling mittlerweile auch hier angekommen ist.

Tag 13, Dienstag, 25. April 2017

Heute soll es zumindest noch trocken bleiben und wir fahren noch einmal nach New York City rein. Vom Grand Central Terminal gehen wir ein paar Strassen zu Fuß und stehen schon bald vor dem Rockefeller Center, von dessen drei Aussichtsplattformen man einen schönen Blick über die Stadt haben soll und vor allem: Open Air!

Obwohl es etwas diesig ist, kann man in der Ferne hinter dem Empire State Building das neue One World Trade Center sehen, unübersehbar auch das neue Wohnhaus ‚432 Park Avenue‘, das höher ist als die ehemaligen Twin Towers…

Den Central Park konnte man vom WTC nicht sehen, dafür ist man zu weit weg, wohl aber hier vom ‚Top Of The Rock‘

Ganz unten kann man mit etwas Mühe auch die Autos in den Strassen erkennen…

Um die Selbstmordrate etwas zu senken, hat man an den unteren Plattformen Panzerglasplatten angebracht, die wohl jedem Zerstörungsversuch durch Menschenkraft widerstehen dürften…

Nach dem ‚Rock‘ gehen wir noch einmal in den Central Park und teilen ein zweites Frühstück mit den Spatzen.

Danach schauen wir noch bei Macy’s am Broadway vorbei, gehen kurz in die St. Patrick’s Cathedral und danach langsam wieder zurück nach Grand Central. Das Wetter hat gerade noch mitgespielt, ansonsten hat das Programm für heute auch gereicht.

Tag 14, Dienstag, 25. April 2017

Trotz des angesagten Regens fahren wir an unserem letzten Tag in die Bronx zum Botanical Garden von New York, denn es soll auch mindestens ein Gewächshaus geben, in dem man überdacht ist. Vor dem Eingang ist die erste von zahlreichen Glasskulpturen zu sehen, die man auch im Inneren sehr harmonisch mit den Pflanzen arrangiert hat.

Die Pflanzen im Tropenhaus sind sehr beeindruckend und auch die Urwald-Nachbildung ist sehr gelungen.

Draußen ist zwar Frühling, im Moment allerdings ein ziemlich verregneter. Trotzdem erwischen wir ein paar Trockenphasen, wo man etwas herumgehen kann.

Im Kinderbereich hat man sich viel Mühe gegeben, so zum Beispiel mit verschiedenen ‚Raupen‘, die aus Blumen bestehen.

Leider war das unser letzter Tag, morgen fliegen wir wieder zurück. Wer weiß, vielleicht auf Wiedersehen?

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